Secutablet

Android-Tablet als hochsichere Government-Lösung

| Redakteur: Stephan Augsten

Das Secutablet unterscheidet private und öffentliche Apps, die allesamt über den Secustore installiert werden.
Das Secutablet unterscheidet private und öffentliche Apps, die allesamt über den Secustore installiert werden. (Bild: Secusmart)

Ein Android-Tablet schafft es dank der Blackberry-Tochter Secusmart in den Bundestag: Das „Secutablet“ wurde vorläufig für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD zugelassen, die endgültige Zertifizierung obliegt dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Zur CeBIT 2016 hat Secusmart bekanntgegeben, dass das Secutablet die Auflagen der Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch) erfüllt. Das Tablet wird mit einer angepassten Android-Version geliefert, die zwischen geschützten und unsicheren Apps sowie Daten unterscheidet.

Um die Integrität zu gewährleisten, wurden unter anderem die Google Play Services und damit auch der App-Store Google Play aus dem Android-Betriebssystem verbannt. Mini-Anwendungen dürfen nur über den eigenen Secustore installiert werden. Dieser wird von einem Administrator gepflegt, der entscheidet, welche Anwendungen importiert werden dürfen.

In diesem App-Marktplatz finden sich nun „ungeschützte“ (aber legitime) und hochsichere Anwendungen. Letztere werden mit einem Schloss gekennzeichnet und dürfen auf sensible Inhalte zugreifen, ungeschützte Anwendungen sehen nur unlesbare Daten. In Verbindung mit einem speziell angepassten Mobile Application Management von Apperian und Samsung KNOX, das auch den Trusted Boot garantiert, werden sensible Informationen von privaten Inhalten getrennt.

Für deren Absicherung sorgt die Secusmart Security Card, sie verschlüsselt sensible Informationen wie Dateien, Kontakte, Mails und den Datenverkehr. Per VPN-Anbindung wird sichergestellt, dass die Secutablet-Nutzer auch gefahrlos auf sensible Daten im Netz der Bundesverwaltung zugreifen können. Die Nutzer können somit einfach und sicher zwischen dienstlicher und persönlicher Nutzung wechseln.

Dies war auch eine Basis-Anforderung, die Secusmart erfüllen wollte, wie Geschäftsführer Dr. Christoph Erdmann unterstreicht: „Dienstliche Anwender wollen ihr Mobilgerät auch immer privat nutzen.“ Man habe das Tablet dementsprechend nicht verkrüppeln dürfen, so dass es letztlich unattraktiv wird. „Nicht nur die Hardware, auch das Betriebssystem muss ansprechend sein.“

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