Gerüchte um das nächste iPhone

Apple testet 3D-Gesichtserkennung

| Autor / Redakteur: dpa / Sylvia Lösel

Löst eine 3D-Gesichterkennung den Fingerabdruck-Scanner beim nächsten iPhone ab?
Löst eine 3D-Gesichterkennung den Fingerabdruck-Scanner beim nächsten iPhone ab? (Bild: Pixabay)

Eine 3D-Gesichtserkennung könnte beim neuen iPhone für die Entsperrung des Gerätes eingesetzt werden. Das sind die neuesten Spekulationen, die sich um das Hype-Device ranken.

Apple könnte sein nächstes iPhone Insidern zufolge auch per Gesichtserkennung entsperren lassen. Die Funktion werde gerade getestet, meldete der Finanzdienst Bloomberg am späten Montag unter Berufung auf informierte Personen. Mit einem neuen 3D-Sensor solle es nur wenige hundert Millisekunden dauern, den Nutzer zu erkennen und das Gerät zu entsperren. Auch die Verifikation bei Zahlungen und zum Starten geschützter Apps solle darüber ablaufen. Ziel sei, mit der Technologie den aktuellen Fingerabdruck-Scanner abzulösen.

Die Informationen gießen Öl ins Feuer bei der Diskussion, wo beim nächsten iPhone der Fingerabdruck-Scanner sein wird. Seit dem iPhone 5s im Jahr 2013 wurde er in den runden Home-Button am unteren Rand des Bildschirms eingebaut. Doch der Trend ist, dass die Bildschirme möglichst die ganze Oberfläche der Frontseite ausfüllen. Es wird erwartet, dass auch Apple bei seinem nächsten iPhone in diesem Herbst die Ränder um das Display drastisch schmaler machen wird. Damit wäre kein Platz mehr für den gewohnten physischen Knopf.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Dabei hatte Apple den „Touch ID“-Fingerabdruck-Scan zu einem zentralen Element seines Sicherheitskonzepts gemacht. Damit können nicht nur iPhones, iPad-Tablets und inzwischen auch einige Modelle der Macbook-Pro-Laptops entsperrt, sondern auch Zahlungen über den Bezahldienst Apple Pay verifiziert werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Problem mit dem fehlenden Platz auf der Vorderseite des iPhones zu lösen. Zum einen könnte Apple Herstellern von Smartphones mit dem Google-System Android folgen und den Fingerabdruck-Sensor auf die Rückseite des Geräts verlagern, wo er immer noch recht bequem mit dem Zeigefinger erreichbar ist. Samsung ging diesen Weg bei seinem aktuellen Top-Modell Galaxy S8, bei dem auch die Platzierung direkt neben der Kamera für Kritik sorgte. Besser hat das Google bei seinem aktuellen Pixel gelöst.

Immer wieder berichtet wurde aber auch, Apple versuche, den Fingerabdruck-Sensor auf der Vorderseite zu belassen und zusammen mit einem virtuellen Home-Button direkt in das Display zu integrieren. Das wäre die technisch anspruchsvollere Variante, die aber von langjährigen Nutzern kein Umlernen erfordern würde.

Seit Monaten schon gibt es widersprüchliche Berichte, ob Apple dies umsetzen kann oder die technologische Herausforderung aktuell zu groß ist. Mal kursierten angebliche Pläne und Gehäuse-Rohlinge mit einem runden Sensor auf der Rückseite, mal ohne – was als Hinweis darauf interpretiert wurde, dass Apple die Probleme schließlich gemeistert hat.

Der Foto-Trick

Doch zuletzt kühlte ein bekannter Analyst die Euphorie der Nerds spürbar ab: Der virtuelle Home-Button im Display werde keine Fingerabdruck-Erkennung haben, weil die Technik nicht gut genug funktioniere, schrieb Ming-Chi Kuo von KGI Securities. Stattdessen erwartet er, dass „Touch ID“ durch Gesichtserkennung ersetzt wird.

Auch Samsungs Galaxy S8 bietet Gesichtserkennung als eine der Entsperrmöglichkeiten an. Doch Journalisten stellten relativ schnell fest, dass sich das Telefon auch entsperrte, wenn man ein Foto des Besitzers vor die Kamera hielt. Ein 3D-Sensor könnte das verhindern.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44770720 / Mobile Security)