Für iOS, macOS, watchOS, tvOS, Safari und iCloud

Apple veröffentlicht riesiges Update-Paket

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Apple: Im Januar 2017 erhalten alle Produkte ein Update.
Apple: Im Januar 2017 erhalten alle Produkte ein Update. (Bild: pexels - pixabay / CC0)

Apple-Nutzer, aufgepasst: Im Januar 2017 gibt es für Updates für so ziemlich jedes Produkt aus Cupertino. Von macOS über iOS bis hin zu tvOS oder watchOS, jedes i-Gerät wird aktualisiert.

Geht es um die Anzahl der monatlichen Patches, gewinnt Apple im Januar 2017 wohl einen Preis. Die Entwickler in Cupertino veröffentlichen in diesem Monat für nahezu jedes Produkt, das Apple derzeit auf dem Markt hat. Wer also ein Apple-Produkt irgendwo in seinem Besitz oder seinem Netzwerk hat, sollte sich auf größere Downloads und Update-Prozeduren einrichten. Die Details zu allen Updates wurden auf dieser Seite veröffentlicht.

Kritische Lücken in mobilen Geräten

Die wichtigsten Patches kümmern sich um Lücken in iOS, betroffen sind iPhone 5 und höher, iPad ab Generation 4 sowie iPod Touch ab Generation 6. Die Flicken beheben zwei Schwachstellen, beide erlauben das Ausführen von beliebigem Code. Gefunden wurden die Schwachstellen vom Forscher Ian Beer im Rahmen des Google Project Zero gefunden und gemeldet. Eine weitere Schwachstelle, die ebenfalls das Ausführen von Code erlaubt, wurde in der Bibliothek libarchive geschlossen. Auch sie ist Teil der mobilen Geräte von Apple. Entsprechend sollten iOS Nutzer schnellstmöglich auf iOS 10.2.1 aktualisieren

Updates für watchOS und tvOS

Die Apple Watch und Apple TV enthalten ebenfalls eine ganze Reihe an Schwachstellen. Auch hier ist es teilweise möglich, beliebigen Code auszuführen. Bei der Apple Watch gibt es zudem ein Problem beim automatischen Entsperren sowie bei der Verarbeitung von Bildern. Bei Apple TV kümmert sich ein Großteil der Updates um Probleme in der Webkit-Implementierung.

macOS wird aktualisiert

Der aktuelle Patch hebt die Versionnummer von macOS Sierra auf Version 10.12.3. Wie bei den mobilen Geräten werden auch hier eine ganze Reihe an Schwachstellen geschlossen. Teilweise sind diese ebenfalls kritisch und erlauben das Ausführen beliebigen Codes. Fehler gibt es unter anderem in der Bluetooth-Implementierung, im Grafiktreiber, im Help Viewer, dem Kernel selbst und der vorinstallierten Vim-Instanz.

Nicht nur die Betriebssysteme, auch Anwendungen werden aktualisiert. Windows-Anwender erhalten neue Versionen von iTunes und iCloud, Mac-Anwender sollten den Browser Safari aktualisieren.

Fazit: Updaten, jetzt!

Wer ein Apple-Produkt besitzt, Safari, iTunes oder iCloud nutzt, der sollte möglichst schnell die Updates einspielen. Sie schließen hochkritische Lücken, die von Kriminellen wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit ausgenutzt werden können. Die Schwachstellen an sich sind bereits länger bekannt, entsprechend dürften sich Malware-Schreiber jetzt auf die Details stürzten und die Schwachstellen ausnutzen.

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