Intel-Security-Studie zum Valentinstag

Beziehungskiller Smartphone

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Angst vor der Trennung von mobilen Geräten heißt Nomophobie.
Die Angst vor der Trennung von mobilen Geräten heißt Nomophobie. (Bild: Pixabay)

Für viele Menschen ist das Smartphone ein stetiger Begleiter. Das ständige Starren auf das Gerät wirkt sich allerdings negativ auf reale Beziehungen aus. Pünktlich zum Valentinstag hat Intel Security mit dem Verhaltensforscher Jo Hemmings untersucht, wie ständige Erreichbarkeit das Liebesleben beeinflusst.

Hat man das Handy mal vergessen, kommt bei vielen gleich ein Gefühl von „Nacktheit“ hervor. Diese Angst vor der Trennung von mobilen Geräten, auch bekannt als Nomophobie, hat laut Intel Security schwerwiegende Auswirkungen auf Beziehungen. Das ergab die Studie „Connected Relationships“, bei der 13.000 Erwachsene zu den Auswirkungen des Smartphones auf ihre Beziehungen befragt wurden.

Smartphones sollen eigentlich helfen mit anderen in Kontakt zu bleiben, den Alltag zu erleichtern und manchmal sogar den Traumpartner zu finden. Doch häufig kommt das Gefühl auf, um Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen. So hatten rund 43 Prozent der deutschen Befragten schon einmal Streit mit dem Partner, den Freunden oder den Kollegen darüber, dass sie während eines Abendessens ihre Mobiltelefone hervorholen. Doch es ist nicht nur das Abendessen, das unterbrochen wird. 52 Prozent der befragten 18- bis 25-Jährigen gaben an, dass das Mobiltelefon schon einmal während einer wichtigen Konversation gestört hat.

Kommunikationszusammenbruch dank Mobiltelefon

Jo Hemmings, Verhaltensforscher, überrascht das nicht: „Mobiltelefone wirken sich auf Beziehungen aus, denn ironischerweise sorgen sie für einen Kommunikationszusammenbruch. Auch wenn zwei Personen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, kommunizieren sie nicht miteinander, während sie ihre Smartphones verwenden. Viele Studienteilnehmer berichten, dass sie sich aufgrund der Abhängigkeit des Partners vom Handy oder Tablet vernachlässigt fühlen. Dieses Gefühl entwickelt sich oft zu einem tieferliegenden Groll, bei dem Streitigkeiten und ein vollständiger Zusammenbruch der Kommunikation noch wahrscheinlicher werden.”

Bestimmte Dinge bleiben in Deutschland aber laut der Umfrage noch vor dem Internet sicher: Das Schlafzimmer ist den Deutschen meist noch heilig, nur 18 Prozent der Befragten haben das Gefühl, Regeln für die Benutzung von Geräten im Schlafzimmer aufstellen zu müssen. Das ist ein extremer Gegensatz zu den Briten, bei denen es für 60 Prozent normal ist solche Regeln festlegen zu müssen.

Schluss per SMS

Auch das Beenden von Beziehungen ist in Deutschland eine Sache, die außerhalb des Internets stattfindet. Mit 80 Prozent der Deutschen wurde noch nie per Handy, sozialen Medien oder E-Mail Schluss gemacht, noch haben sie selber auf diese Weise jemanden verlassen.

Das Internet und die ganzen damit verbundenen Geräte, wirken sich aber nicht nur auf unsere Beziehungen aus. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass nicht nur sie sondern auch die Cyberkriminellen einen Vorteil aus der vernetzten Welt ziehen können. Es ist viel einfacher geworden an Daten heranzukommen.

„Das Handy hat unseren Lebensstil verändert, da wir inzwischen mit einem einzigen Streichen Zugang zum Internet haben. Unser Vertrauen in verbundene Geräte hat nicht nur unsere Beziehungen zu unseren Lieben beeinflusst, sondern auch den Zugang zu persönlichen Daten für Cyberkriminelle, unglaublich vereinfacht. Wer zu viel Zeit am Handy verbringt, könnte die Bindung zum Partner verlieren, doch wer nicht über ausreichend Sicherheitsvorkehrungen verfügt, riskiert noch so viel mehr“, so Nick Viney, VP of Consumer bei Intel Security.

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