Kaum Besserung in Sicht

Cybersecurity im Jahr 2017

| Redakteur: Peter Schmitz

Die Prognosen zur Cybersecurity für den Rest des Jahres 2017 lassen kaum Hoffnung aufkommen, dass es endlich wieder weniger Cyber-Angriffe gibt.
Die Prognosen zur Cybersecurity für den Rest des Jahres 2017 lassen kaum Hoffnung aufkommen, dass es endlich wieder weniger Cyber-Angriffe gibt. (Bild: Pixabay / CC0)

2017 hat bereits in den ersten Monaten gezeigt, dass jeder für Cyber-Bedrohungen anfällig ist: Mögliches Wahl-Hacking, zwei große globale Ransomware-Angriffe und ein allgemeiner Anstieg von Cyber-Angriffen hat die erste Jahreshälfte gekennzeichnet. Sicherheitsexperten von NordVPN werfen einen Blick darauf, was uns bis zum Jahresende noch erwartet.

Kriminelle sind inzwischen in der Lage, E-Mails zu erstellen, die wie typische Rechnungen oder Briefe von Banken über Kontoaktualisierungen oder verpasste Zahlungen aussehen. Während 94 Prozent der Internetnutzer sagen, dass sie in der Lage sind, eine Phishing-E-Mail zu erkennen, zeigen Statistiken, dass fast die Hälfte von ihnen auf einen gefährlichen Link klicken wird. Es ist also klar: Es wird in Zukunft noch schwerer, den immer besser gemachten Phishing-Angriffen zu entkommen.

Die Hacker hinter den beiden jüngsten globalen Ransomware-Angriffen haben bewiesen, dass große, weltweit agierende Unternehmen ernste Sicherheitsprobleme haben. Man darf also davon ausgehen, dass diese Art von Angriffen weiter zunehmen wird. Solange große Unternehmen nicht anfangen, Sicherheit ernst zu nehmen, gibt es Kriminelle, die das ausnutzen. Zum Beispiel sagten 94 Prozent der Unternehmen in Großbritannien, dass sie glauben, dass IT-Sicherheit wichtig sei, aber nur 56 Prozent haben im Fall von Cyber-Attacken eine Strategie.

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Mangelnder Datenschutz und löchriges IoT

Regierungen auf der ganzen Welt stärken ihre Überwachungsgesetze. Zum Beispiel ermöglicht das britische Investigatory Powers Act, die so genannte Snoopers' Charter, der britischen Regierung, Unternehmen dazu zu zwingen, ihre eigenen Kunden zu hacken, sogar durch Einfügen von Malware in ihre Geräte. Die australische Regierung will in der Lage sein, verschlüsselte Kommunikationsmittel auszuspionieren, einschließlich der in Geräte wie iPhone integrierten Dienste sowie Apps wie Telegram, WhatsApp und so weiter. Viele andere Regierungen implementieren ähnliche Gesetze, die intrusive Datenerfassungstechniken verwenden. Massiv gesammelte Daten könnten leicht falsch verwendet werden und in den Händen von Hackern und Cyberkriminellen landen. Zum Beispiel hat die schwedische Regierung vor kurzem versehentlich durchgesickerte persönliche Details zu fast allen Bürgern in einer massiven Datenschutzverletzung preisgegeben. Passend dazu haben die USA haben vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das es ISPs erlaubt, ohne die Zustimmung des Kunden dessen Daten zu erheben und sie mit Dritten zu teilen. Internet Service Provider können nun frei die privaten Daten ihrer Abonnenten sammeln und teilen, die präzise Geolocation, Finanzinformationen, Gesundheits-Informationen und Web-Browser-Verlauf enthalten.

Hacker werden auf weitere Plattformen zugreifen. Während derzeit Cyber-Kriminelle vor allem Windows-Plattformen angreifen, werden sie immer ausgefeilter, um auch iOS und Android, sowie Linux und MacOS anzugreifen. Mit der steigenden Zahl an Smart- und IoT-Devices hat sich auch die Anzahl an ungesicherten, internetfähigen Geräte in den letzten Jahren stark erhöht und Angriffe mit Botnetzen wie Miraii sind erst der Anfang. Die Anzahl der Smart-Home-Gadgets wird in den nächsten Jahren exponentiell anwachsen, so dass Hacker DDoS-Angriffe in einem noch nie gesehenen Umfang starten können, die Botnets oder Erpressungsversuche beinhalten.

Wie kann man sich vor den Gefahren schützen

Laut Marty P. Kamden, CMO von NordVPN, sollten Internet-Nutzer regelmäßig Cookies löschen und starke Spam-Filter und Authentifizierung anwenden. Es sei entscheidend, Antiviren- und Anti-Tracking-Software zu installieren und sicherzustellen, dass keine persönlicheDaten und Kreditkarteninformationen bei der Nutzung von offenen WLAN-Netzwerken geschützt werden. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter darin schulen, Phishing-Angriffe zu erkennen, und sie sollten ein System haben, in dem solche Betrügereien schnell gemeldet werden können.

"Mit dem neuen Maß an Internetüberwachung wird die Privatsphäre zum Luxus, der nicht so leicht zu erreichen ist. Es gibt mehr als ein Beispiel, in dem unsere personenbezogenen Daten auch in vermeintlich sicheren Händen missbraucht wurden. Daher ist eine der bekanntesten Methoden, um Ihre Informationen privat und verschlüsselt zu halten, ein VPN. Ein VPN verschlüsselt Benutzerdaten durch einen sicheren Tunnel, bevor auf das Internet zugegriffen wird - das schützt jegliche sensible Information über den Standort, indem es die IP-Adresse versteckt.", so Kamden weiter.

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