Unzählige Identitäten

Das Internet der Dinge als Beziehungsgeflecht

| Autor / Redakteur: André Thelen* / Stephan Augsten

Im Internet werden künftig so viele Dinge miteinander vernetzt, dass klassische Identity-Management-Systeme nicht mehr ausreichen.
Im Internet werden künftig so viele Dinge miteinander vernetzt, dass klassische Identity-Management-Systeme nicht mehr ausreichen. (Bild: Archiv)

Das Internet der Dinge erfordert ein neues Identitätsmanagement. Schließlich bedeuten Milliarden von Geräten im Internet of Things auch Milliarden neuer digitaler Identitäten. Zeitgemäße Systeme müssen deshalb vornehmlich die Beziehungen zwischen allen Entitäten verwalten.

Es wird groß, riesengroß sogar, das Internet der Dinge. Gefährlich, sagen die Pessimisten. Die Optimisten verweisen auf die Möglichkeiten, die eine derartige technische Revolution bietet. Eines ist sicher: Mit dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) kommen Milliarden neue Geräte ins Netz.

Unternehmen, die Daten mit diesen Systemen austauschen, müssen deren Identitäten und Rechte genauso professionell verwalten wie die von Mitarbeitern. Nur so können sie vom IoT profitieren, ohne gleichzeitig ihre digitalen Ressourcen, Daten und Netzwerke zu gefährden.

Doch damit nicht genug: Obendrein müssen Unternehmen Beziehungen zwischen diesen neuen „Dingen“ und ihren menschlichen Benutzern verwalten. Vor diesem Hintergrund erfindet die Industrie die Identitäts- und Zugriffsverwaltung (Identity and Access Management, IAM) gerade neu.

Klassisches IAM hat seine Grenzen

Die mit dem IoT verbundenen Herausforderungen sind schnell klar: Die Zahl der zu verwaltenden Identitäten liegt schnell jenseits dessen, womit die bisher gängigen Identitätsmanagementplattformen fertig werden. Mit solchen Lösungen lassen sich meist rund 10.000, vielleicht auch mal 100.000, Identitäten verwalten.

Früher deckten diese IAM-Plattformen sämtliche Mitarbeiter und ein- oder zweitausend externe Partner auch größerer Firmen oder Konzernteilen problemlos ab. Allerdings stammen sie aus einer Zeit, als man nur ein Gerät und damit eine „Beziehung“ pro Person verwaltete.

Schon weil jeder Mitarbeiter oder Partner heute standardmäßig zwei oder mehr Geräte nutzt – Rechner, Tablet, Smartphone –, kommt diese Art des Identitätsmanagement an oder über die Grenze ihrer Skalierbarkeit. Angesichts des Internet der Dinge und des digitalen Wandels sind IAM-Lösungen nun vollständig überfordert.

Es geht heute darum,

  • Millionen von Identitäten in einer einheitlichen Plattform zu verwalten,
  • das Identitätsmanagement unternehmensweit über alle Abteilungen hinweg zu vereinheitlichen,
  • Beziehungen zwischen Identitäten zu erkennen,
  • dynamisch und intelligent auf neue Situationen und mögliche neue Gefährdungsvektoren zu reagieren und
  • den Schutz der Anwenderdaten und des Unternehmens zu gewährleisten.

Mit anderen Worten: Unternehmen benötigen neue Möglichkeiten, die Identitäten zu verwalten und zu nutzen; eine moderne Plattform, die Identitäten ins Zentrum jeglicher digitaler Transaktionen rücken kann.

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