World Backup Day 2017

Datenverlust trotz Backup

| Autor: Heidemarie Schuster

Jedes Jahr am 31. März ist der World Backup Day.
Jedes Jahr am 31. März ist der World Backup Day. (Bild: Pixabay)

Zwar machen mittlerweile die meisten Unternehmen und Privatanwender ein Backup ihrer Daten, dennoch haben einer Umfrage von Kroll Ontrack zufolge im vergangenen Jahr rund ein Drittel der Befragten Daten verloren.

Die aufwändige Vollsicherung ihrer Daten ist für die meisten Unternehmen und Privatanwender heute Routine. Das ergab eine Umfrage von Kroll Ontrack zum World Backup Day 2017. Die Datensicherung in der Cloud wird dabei immer beliebter. Im Vergleich zum Vorjahr führen doppelt so viele Anwender (rund 33 Prozent) ihre Backups online durch. Auch die Sicherung per Tape ist trotz digitaler Lösungen hoch im Kurs: Mehr als doppelt so viele Unternehmen und Privatanwender (17 Prozent) als im Vorjahr gaben an, ihre Daten auf Band zu speichern. In Deutschland sind es sogar etwas mehr als 30 Prozent. Dennoch verzeichnete ungefähr ein Drittel der 1.000 befragten Kunden aus Nordamerika, Europa und Australien einen Datenverlust.

Backup-Probleme

Auffällig dabei ist, dass nur 35 Prozent der Verlustopfer über kein (aktuelles) Backup verfügten. Folglich litten die meisten Unternehmen trotz einer vorhandenen Backup-Lösung unter einem Datenverlust. Bei einem Viertel der Befragten funktionierte das Backup zudem nicht richtig. Von den Nutzern, die einen Datenverlust erlitten hatten und auf ein Backup zurückgreifen konnten, gaben immerhin 67 Prozent an, dass sie nahezu alle Daten wiederherstellen konnten, weitere 13 Prozent immerhin bis zu dreiviertel der Daten. Bei 12 Prozent war das Backup korrumpiert. Knappe 3 Prozent konnten nur wenige Daten wiederherstellen.

Erklärung von Kroll Ontrack

Eine mögliche Erklärung für Datenverluste trotz Backup ist laut Kroll, dass nicht alle Endgeräte eingebunden werden und Daten auf diesem Weg verloren gehen. Um eine zuverlässige Sicherung zu gewährleisten, müssten auch Mobiltelefone oder Notebooks mit dem Sicherungsserver verbunden sein.

Unter denjenigen Anwendern, die über keine Sicherung verfügen, glauben nur rund 7 Prozent an die Sicherheit ihrer Daten ohne Backup. Rund 14 Prozent der weltweiten Teilnehmer ist nach eigenen Angaben die Recherche nach geeigneten Backup-Lösungen und deren kostspielige Verwaltung zu müßig.

Backup-Rhythmus

Weiterhin ergab die Studie, dass drei Viertel aller Backups unverschlüsselt durchgeführt werden. Verglichen mit dem Vereinigten Königreich, in dem knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer ihre Sicherung verschlüsselt, schneidet Deutschland mit rund 27 Prozent in der Disziplin eher schlecht ab. Weltweit gaben 44 Prozent an, täglich ein Backup zu erstellen, in Deutschland kümmern sich 71 Prozent täglich darum. Mehr als 18 Prozent der Teilnehmer sichern ihre Daten einmal in der Woche, knappe 16 Prozent einmal im Monat. Jährlich führen nur rund 4 Prozent ein Backup durch.

Von den befragten Anwendern testen 24 Prozent ihre Backups mindestens einmal in der Woche, knapp 30 Prozent einmal im Monat und etwas weniger als 14 Prozent einmal im Jahr. 24 Prozent testen nie.

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