Advertorial: Gezielte Angriffe

Deutsche Unternehmen im Visier der Cyber-Kriminellen

| Autor / Redakteur: Frank Kölmel, FireEye* / Advertorial

Jede Branche, jede Größe: Kommen Cyber-Kriminelle nicht auf direktem Wege an wertvolle Daten, gehen sie halt den indirekten Weg über Partner und Zulieferer.
Jede Branche, jede Größe: Kommen Cyber-Kriminelle nicht auf direktem Wege an wertvolle Daten, gehen sie halt den indirekten Weg über Partner und Zulieferer. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

Designs, Patente, Kundendaten, Business-Pläne, Forschungsergebnisse – es geht um die wirklich wichtigen Aktivposten im Unternehmen. Sie abzusichern ist eine Frage des Überlebens. Doch wie? Und gegen wen?

Deutschland hat eine starke Wirtschaft. Das alleine macht uns zur Zielscheibe der Cyberkriminellen. Dabei ist es ganz gleich, wie groß ein Unternehmen ist. Natürlich gibt es Unterschiede nach Branchen, doch kleinere Unternehmen – etwa Dienstleister oder Lieferanten – werden zunehmend als „Zwischenträger“ benutzt. Selbst wenn sie selbst nicht das Ziel sind, so kann ein Eindringen über sie erfolgen. Kurz: keiner ist sicher.

Dass es Profis sind, die auf die Daten aus sind, steht außer Frage. Ihre Motivation kann wirtschaftlich oder politisch sein, doch ihre Methoden werden – leider – immer ähnlicher und immer gezielter. Egal, ob Tools, Techniken oder Verfahrensweisen, die Cyberspione lernen voneinander. Sie tauschen sich aus und haben einen regelrechten Schwarzmarkt für Malware geschaffen.

Für die Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen wird das Leben also nicht leichter. Sie müssen ihr Unternehmen gegen unbekannte Angreifer schützen – aber auch gegen immer mehr und raffiniertere Attacken. Allein im ersten Halbjahr 2015 haben sich die Malware-Angriffe fast verdoppelt. Und ein immer größerer Teil davon zielt auf die langfristige Unterwanderung der Netzwerke und auf den kontinuierlichen Klau sensibler Informationen.

Diese gezielten Angriffe – Advanced Persistent Threats (APT) – sind nicht einfach gescriptete, automatisierte und massenhafte Attacken, sie werden von Menschen in immer neuen Wellen geplant und ausgelöst und erfolgen auf bestimmte, selektierte Unternehmen. Hinter einem APT stehen professionelle kriminelle Organisationen oder Nationalstaaten.

Manufacturing und Behörden geraten verstärkt ins Visier

43 Prozent aller beobachteten APT-Angriffe zielten auf Deutschlands Vorzeigebranche, die Produktion – kein Wunder, ist dieser Industriezweig doch gleichbedeutend mit Innovation. Steigende Tendenz verzeichnet allerdings auch die öffentliche Hand (13 Prozent aller Angriffe). Besonders gefährdet waren dabei Institutionen, die Daten der Bürger verwalten, wie etwa Steuerbehörden oder Meldeämter.

Doch gibt es im Behördenbereich zwei Besonderheiten: Zum einen besitzen gerade Behörden, die als relativ gut gesichert gelten, eine hohe Attraktivität für Angreifer. Staatliche Stellen sind zudem häufiger Ziel ausländischer Regierungen. Insgesamt entfallen EMEA-weit über 50 Prozent der entdeckten APT-Ereignisse auf Behörden, Luft- & Raumfahrt, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation – alle strategisch wichtige Branchen in der Region.

„Trendige“ Malware

Noch spannender ist es allerdings, dass es regelrechte Malware-Trends gibt. Im regionalen Bericht über Advanced Threats von FireEye sind weitere Erkenntnisse dokumentiert. So beispielsweise, dass Dridex – ein Trojaner, der in Form einer Spam-Mails meist Zugangsdaten für die Webseiten von Finanzinstituten ausspäht – eindeutig wieder „en vogue“ ist.

Auf Luft- und Raumfahrt sowie wissenschaftliche Institutionen fokussiert ist hingegen die Malware APT.NS01 (auch MUTTER genannt). MUTTER ist, anders als die meiste andere Malware, mit 41 MB eine extrem große Datei, die allein deshalb zuweilen nicht erkannt wird. Interessanterweise sind die Ziele zunehmend unbemannte Fahrzeuge bzw. Drohnen. Gh0st RAT zielte auf die Behörden. Doch es gibt auch Vorlieben je nach Angreifer-Gruppen. So ist APT.Kaba das bevorzugte Tool geschlossener chinesischer APT-Gruppen.

Doch von den Trends ganz abgesehen: die Art und Strategie der Angriffe mag variieren, was gleich bleibt ist die Notwendigkeit für alle Organisationen, sich proaktiv abzusichern. Die Masse der im Rahmen des Advanced-Threat-Berichts gezählten Angriffe lässt uns Informationsdiebstahl im großem Umfang vermuten.

Wissen, was man tun muss

Umso wichtiger ist es, einen Notfallplan in der Tasche zu haben – denn es gilt nicht nur den Verlust von Geld zu verhindern, sondern auch Imageschaden. Das bedeutet, man braucht nicht nur technische Gegenmaßnahmen, sondern auch ein Krisenteam und Kommunikationspläne. Nur eine schnelle, professionelle Reaktion wird helfen, im Notfall die Schäden gering zu halten.

Dies setzt neben einer ausgeklügelten technischen Lösung auch Erfahrung und Expertise mit Advanced Persistent Threats voraus – denn jede Situation ist anders und jeder Angriff hat seine eigene Logik. Überall, wo Daten und Informationen digital bewahrt werden, gibt es Cyberkriminelle oder Wirtschaftsspione, die Interesse an ihnen haben. Tun Sie rechtzeitig etwas dagegen!

* Über den Autor

Frank Kölmel ist Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye.

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