Einfache Regeln zum sicheren Surfen

Fünf Tipps zum Online-Datenschutz

| Redakteur: Peter Schmitz

Um sich im Internet vor Phishing, Malware und Cyberkriminellen zu schützen braucht man nicht immer ausgefeilte Technik. Oft genügen auch schon ganz einfache Sicherheitstipps.
Um sich im Internet vor Phishing, Malware und Cyberkriminellen zu schützen braucht man nicht immer ausgefeilte Technik. Oft genügen auch schon ganz einfache Sicherheitstipps. (Bild: Archiv)

Täglich werden eine Million Menschen weltweit Opfer von Cyberkriminalität. Anlässlich des Europäischen Datenschutztags am 28. Januar erklärte VPN-Anbieter AnchorFree, wie man sich richtig schützt.

„Das Risiko, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden, ist doppelt so hoch wie die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs“, sagt David Gorodyansky, Gründer und CEO von AnchorFree, dem Anbieter der VPN-Software Hotspot Shield. „Wir geben Jahr für Jahr Milliarden aus, um unsere Häuser vor Einbruch zu schützen. Dagegen sind sich nur wenige der wachsenden Bedrohungen bewusst, die im Internet auf sie warten.“

Nach Angaben der EU-Kommission werden täglich eine Million Menschen weltweit Opfer von Cyberkriminalität. Der Schaden wird global auf rund 290 Milliarden Euro im Jahr geschätzt. Dabei können Internetnutzer schon durch ein paar kleine Anpassungen ihrer Surf-Gewohnheiten eine aktive Rolle im Schutz ihrer Online-Identitäten übernehmen und den Datenschutz in ihre eigenen Hände nehmen.

Aus Anlass des 7. Europäischen Datenschutztags am 28. Januar 2013 empfahl Gorodyansky folgende Maßnahmen, damit Online-Reputation und persönliche Daten sicher und privat bleiben. Die Empfehlungen wirken so rudimentär, dass vermutlich jeder PC-Experte mit den Augen rollt und abwinkt.

Allerdings müssen sich gerade PC-Experten damit vertraut machen, dass den meisten weniger versierten PC- und Internet-Nutzern selbst die einfachsten Sicherheitsvorkehrungen noch immer nicht so geläufig sind, dass sie im Alltag jederzeit abgerufen werden können. Aus diesem Grund ist es stets sinnvoll den Mitarbeitern und Bekannten die einfachsten Regeln immer und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

1. Risiken kennen und verstehen

Stellen Sie sicher, dass alle Internetnutzer die Öffentlichkeit des Internets und die damit verbundenen Risiken verstehen. Jede digitale Information, die sie dort teilen, seien es E-Mails, Fotos oder Videos, kann leicht kopiert und an anderer Stelle eingefügt werden, und es ist fast unmöglich, die Veröffentlichung rückgängig zu machen. Keinerlei Informationen, die ihrem Ruf, ihren Freundschaften, ihrem Geldbeutel, ihrem Beruf oder ihrer Zukunft schaden könnte, sollte elektronisch mit anderen geteilt werden.

2. Datenschutzeinstellungen richtig nutzen

Stellen Sie sicher, dass alle Internet-Anwender sensible Informationen wie Geburtsdatum, Adressen, Telefonnummern, Aufenthaltsorte, Finanzdaten, Passwörter und Urlaubspläne nur mit größter Vorsicht mit anderen teilen. Die meisten seriösen Online-Dienste haben Datenschutzeinstellungen, deren richtige Anwendung aber auch geübt werden muss.

3. Aufpassen wohin man klickt

Vermeiden Sie den Besuch zweifelhafter Websites, und löschen Sie verdächtige E-Mails, besonders solche, die nach unnötigen persönlichen Informationen fragen oder Sie auffordern, etwas herunterzuladen. Es könnte sich dabei um Malware- oder Phishing-Websites handeln, die Ihre persönlichen Daten stehlen oder Schadsoftware auf ihren PC herunterladen wollen.

4. Ortungssoftware ausschalten

Viele Apps sind so eingestellt, dass sie laufend Ihren Aufenthaltsort an die Server melden. Wenn Sie Ihr Mobiltelefon nicht gerade zum Navigieren benutzen, sollten Sie diese Software ausschalten.

5. Suchen Sie Schutz

Nutzen Sie VPN-Software wie Hotspot Shield, die Ihnen dabei hilft, Malware-Seiten zu identifizieren und eine sichere, verschlüsselte Verbindung zum Internet von Ihrem Rechner oder Mobiltelefon aufbaut, die Sie beim Surfen vor Hackern und Schnüfflern schützt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie einen öffentlichen WLAN-Hotspot oder ein offenes WLAN eines Geschäfts, Restaurants oder Hotels nutzen.

Der Europäische Datenschutztag ist ein auf Initiative des Europarats ins Leben gerufener Aktionstag für den Datenschutz, dessen Ziel es ist, die Bürger Europas für den Schutz ihrer Daten zu sensibilisieren. Seit 2007 wird der Europäische Datenschutztag jährlich am 28. Januar begangen. Dieses Datum wurde gewählt, weil am 28. Januar 1981 die Europäische Datenschutzkonvention unterzeichnet worden war. 2008 schlossen sich die Vereinigten Staaten und Kanada der Initiative an. Seitdem wird in diesen Staaten zeitgleich mit dem Europäischen Datenschutztag der Data Privacy Day begangen.

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