Apple-Schwachstellen

Gefahr Mac OS X und iOS

| Autor / Redakteur: Dick O’Brien* / Peter Schmitz

Insgesamt ist die Zahl der potenziellen Bedrohungen für iOS- und Mac-OS-X-Geräte von Apple gegenüber Windows und Android zwar noch deutlich niedriger, allerdings bedeutet das nicht, dass Apple-User sich ungeschränkt sicherfühlen können.
Insgesamt ist die Zahl der potenziellen Bedrohungen für iOS- und Mac-OS-X-Geräte von Apple gegenüber Windows und Android zwar noch deutlich niedriger, allerdings bedeutet das nicht, dass Apple-User sich ungeschränkt sicherfühlen können. (Bild: Apple)

Mit Mac OS X und iOS-Geräten von Apple war man bislang weitestgehend vor den Gefahren des Internets gefeit. iOS gilt als sehr sicher, weil es praktisch keine Angreifer für das Betriebssystem gibt. Und tatsächlich ist die Gesamtzahl der Bedrohungen für iOS-Geräte im Vergleich zu Windows oder Android noch relativ gering. Doch durch die stetig steigende Nutzerzahl und die Vielzahl an unterschiedlichen Apple-Geräten gelangen diese zunehmen ins Visier von Cyber-Kriminellen.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Zahl der mit Schadsoftware infizierten iOS-Geräte beachtlich zugenommen. Wie Symantec, Experte für Internet Security und PC Sicherheit, in seinem aktuellen Whitepaper „The Apple Threat Landscape“ (pdf) belegt, stieg die Anzahl der Bedrohungen für Mac OS X 2014 um 15 Prozent. Bei den Bedrohungen für iOS hat sich die Zahl sogar mehr als verdoppelt: von drei im Jahr 2014 auf sieben im Folgejahr. Dabei stehen vor allem die sogenannten Jailbroken Devices im Fadenkreuz.

Initiiert werden diese Attacken von kriminellen Banden, die ihre Aktivitäten im Internet auf die Plattformen von Apple ausweiten. Es handelt sich teilweise um hochprofessionelle Angreifergruppen, die individuelle Schadprogramme gezielt für Mac OS X und iOS entwickeln. Jüngste Beispiele sind die auf Unternehmensspionage spezialisierte Butterfly-Gruppe, die OS X-Computer in bestimmten Organisationen gezielt mit Schadprogrammen infiziert oder eine Gruppe namens Operation Pawn Storm, die Schadsoftware für iOS-Geräte entwickelt.

Anstieg der Bedrohungen für Mac OS X

Die Anzahl der neu entstehenden Bedrohungen für das Betriebssystem Mac OS X hat Jahr für Jahr zugenommen - 2014 um „nur noch“ um 15 Prozent, in den Jahren zuvor waren es sogar 44 Prozent (2013) und 29 Prozent (2012). Parallel zu diesem Anstieg schnellte die Anzahl der von Schadprogrammen betroffenen Mac-Computer in die Höhe. 2015 waren allein in den ersten neun Monaten sieben Mal mehr OS X-Computer von Attacken betroffen als im gesamten Vorjahr.

Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der mit Schadsoftware infizierten OS X-basierten Computer beachtlich gestiegen. Ein wesentlicher Anteil entfällt dabei auf Grayware, Oberbegriff für Schadsoftware wie Spyware, Adware, Dialers oder ähnliche Schadsoftware. Computerinfizierungen durch Grayware waren zwischen Juni 2014 und März 2015 für einen deutlichen Anstieg der Gesamtbedrohungen verantwortlich. In der jüngsten Vergangenheit dominieren jedoch andere Formen von Schadprogrammen.

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