Duales Studium für höhere IT-Sicherheit

Gegen den Sicherheitsfachkräftemangel

| Autor / Redakteur: Thomas Müller / Peter Schmitz

Der Kooperative Studiengang IT-Sicherheit (KITS), der Hochschule Darmstadt (h_da) will die IT-Sicherheitsexperten von morgen ausbilden.
Der Kooperative Studiengang IT-Sicherheit (KITS), der Hochschule Darmstadt (h_da) will die IT-Sicherheitsexperten von morgen ausbilden. (Bild: Hochschule Darmstadt)

Viren, Trojaner, Spionage – die Bedrohungen aus dem Netz sind vielfältig, aber IT-Security-Fachkräfte sind schwer zu finden, kaum bezahlbar und passen oft nicht zu den spezifischen Anforderungen der Unternehmen. Mit dem Kooperativen Studiengang IT-Sicherheit können Unternehmen Fachkräfte nach ihren Bedürfnissen ausbilden.

Der Segen von grenzenloser Kommunikation, rasend schneller Datenverfügbarkeit und neuen Geschäftsmodellen mithilfe des Internet hat auch seine Schattenseite: Virenangriffe, Trojanerattacken, Wirtschaftsspionage – die Bedrohungen für Unternehmen sind vielfältig.

Dabei sind nicht nur Konzerne Ziel der Cyber-Kriminellen: Inzwischen betreffen nach dem Symantecs Internet Security Report mehr als die Hälfte aller Cyber-Angriffe weltweit bereits kleine und mittelständische Unternehmen. Um dagegen zu bestehen, werden professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, die das Thema IT-Sicherheit von Grund auf verstehen und praktische Lösungen auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand realisieren können.

Aber Fachkräfte sind schwer zu finden, kaum bezahlbar und passen oft nicht zu den spezifischen Anforderungen der Unternehmen. Um diesem Problem aktiv zu begegnen, hat der Fachbereich Informatik an der Hochschule Darmstadt (h_da) gemeinsam mit eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. den Kooperativen Studiengang IT-Sicherheit (KITS) entwickelt.

Bei KITS erlernen Studierende in sieben Semestern fachliche und methodische Grundlagen der Informatik sowie umfangreiche Kenntnisse in Bereichen wie Computerforensik, IT-Risiko- und IT-Sicherheitsmanagement. Das Besondere dabei ist die enge Vernetzung zwischen Theorie und Praxis: Die angehenden IT-Sicherheitsspezialisten sind während ihres Studiums bei einem Partnerunternehmen von KITS beschäftigt und sammeln dort bereits während der Ausbildung praktische Erfahrungen. Selbst Auslandssemester sind in dieser Zeit möglich. Studienstart ist erstmals im Wintersemester 2014/15, das Studium wird abgeschlossen mit dem Bachelor of Science (B.Sc.).

Hoch qualifiziert und gezielt einsetzbar

Die Absolventen von KITS sind IT-Sicherheitsspezialisten, die komplexe Informationssysteme entwickeln, vertreiben, prüfen und betreuen können. Ob sichere Software- und Hardwareentwicklung, Netzwerkmanagement oder IT-Sicherheitsberatung – ihre Einsatzgebiete sind vielfältig. Durch Wahlpflichtmodule kann das Studium in den Punkten vertieft werden, die das Partnerunternehmen am meisten unterstützen. Bei den Studenten besonders beliebt sind forensische und Hacker-Kurse, in denen Studierende einen Einblick in die Sicht- und Arbeitsweise ihrer künftigen Gegenspieler – den Cyber-Kriminellen – erhalten und mit der aktiven Gefahrenabwehr vertraut gemacht werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Das Problem ist teilweise Hausgemacht. Die Unternehmen wissen gar nicht was sie brauchen -oder...  lesen
posted am 14.08.2014 um 14:10 von erichvogt


Mitdiskutieren

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42864739 / Mitarbeiter-Management)