Industriespionage: Lauschangriff auf optische Netzwerke

Glasfaserkabel abhören für Hacker ein leichtes Spiel

03.09.2010 | Autor / Redakteur: Leonhard Zilz, InfoGuard / Peter Schmitz

Glasfaserkabel sind gegen Abhören nicht besser geschützt als Kupferkabel. Wirtschaftsspione versuchen immer öfter sich in die optischen Backbones zu hacken.

Glasfaserleitungen sind als Backbones und für Breitbanddienste unersetzlich und ein lohnenswertes Ziel für Lauschangriffe. Der Glaube, dass Glasfaserleitungen sicherer gegen Abhören seien als Kupferkabel ist falsch und gefährlich. Wir zeigen wie einfach sich Glasfaserkabel mit modernen Methoden belauschen lassen, ohne dass das Opfer davon etwas merkt.

Hat sich eine Meinung in der öffentlichen Wahrnehmung erst einmal verfestigt, ist es schwer, sie zu korrigieren — im positiven wie im negativen Sinn. So glauben viele Anwender seit Jahren, dass Glasfasern weniger anfällig gegen Abhörattacken wären als Kupferkabel. Dabei beziffern FBI-Experten die potentiellen Schäden auf Unternehmensseite durch Lauschangriffe auf jährlich bis zu 20 Milliarden US-Dollar allein in den Vereinigten Staaten. Die Gefahr durch Abhörattacken auf Glasfaserkabel wird unterschätzt.

Das ist ein folgenschwerer Fehler. Glasfaserleitungen sind für die Übertragung breitbandintensiver Dienste unersetzlich und damit ein lohnenswertes Ziel für heimliche Mitlauscher. Und die Bedeutung des deutschlandweit 340.000 Kilometer großen Glasfasernetzes nimmt im Geschäftsalltag permanent zu. Glasfasertechnologie ermöglicht hohe Übertragungsraten und damit besonders leistungsfähige Verbindungen für Daten-, Bild-und Sprachanwendungen.

Und die Herausforderungen an die abzudeckende Bandbreite wachsen weiter. Real-time-Applikationen, Videokonferenz- und Voice-over-IP-Systeme schrauben die Ansprüche genauso nach oben wie die Anforderungen von Datenbanken und Servern, die nicht nur bei Backup-Vorgängen einen schnellen Zugriff benötigen. Dazu zählen Metropolitan Area Networks (MAN), in denen Multimediadaten in Echtzeit übertragen werden, Wide Area Networks (WAN), die verteilte Standorte zusammenfassen, und Storage Area Networks (SAN) zur Anbindung von Backup- und Disaster-Recovery-Infrastrukturen. Bei diesen neuen Einsatzszenarien sind Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde und mehr die Regel.

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