FH Kiel startet Kurs zu IT-Security Awareness und Cyber-Forensik

Hacken lernen für FH-Studenten

| Autor / Redakteur: Ibrahim Aksu / Peter Schmitz

Die FH Kiel will Studierende auf künftige Führungspositionen vorbereiten und für mögliche Angriffsszenarien auf Unternehmensnetzwerke sensibilisieren.
Die FH Kiel will Studierende auf künftige Führungspositionen vorbereiten und für mögliche Angriffsszenarien auf Unternehmensnetzwerke sensibilisieren. (Bild: Eisenhans - Fotolia.com)

Studenten dazu anleiten, sich Zugang zu fremden Computern zu verschaffen? Das ist nicht der Gedanke hinter dem Kurs „IT-Sercurity Awareness in Theorie und Praxis – Einstieg in die Cyber-Forensik“ der FH Kiel. Er soll die Studenten für mögliche Angriffsszenarien auf Unternehmensnetzwerke sensibilisieren. und so die Securitry-Fachkräfte von morgen ausbilden.

Das Thema Cybersicherheit wird von IT- und Bildungs-Experten als Standortfaktor der Zukunft bewertet. Die Fachhochschule Kiel will ihre Studierenden aktiv auf dieses Thema vorbereiten und bietet im Fachbereich Wirtschaft in diesem Sommersemester erstmals das Modul „IT-Security Awareness in Theorie und Praxis – Einstieg in die Cyber-Forensik“ in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an.

Ziel des Kurses ist es jedenfalls nicht, Studenten dazu anzuleiten, wie sie sich Zugang zu fremden Computern und Netzwerken verschaffen. Der Kurs dient dazu - und das betont der Kursleiter Martin Dombrowski von der Firma Imperva gleich zu Beginn – die Studierenden für mögliche Angriffsszenarien auf Unternehmensnetzwerke zu sensibilisieren.

Theorie der Cyberkriminalität

Bevor die Studenten anhand eines praktischen Beispiels selbst einen Angriff auf ihren eigenen Computer starten dürfen, erzählt Martin Dombrowski zunächst, welche Schritte notwendig sind, um sich Zugriff auf einen fremden Computer zu verschaffen. Hat der Angreifer erst einmal Zugriff auf den fremden Computer, so ist es ihm möglich, Passwörter, Daten, aber auch Gespräche über das eingebaute Mikrofon mitzuschneiden. Natürlich bemerkt der Benutzer eines Computers von den Aktionen nichts. Die Angreifer sind vor allem an hochsensiblen Daten interessiert, betont Martin Dombrowski und ergänzt, dass auch die privaten Nutzer nicht vor Angriffen geschützt sind.

Der FH-Kurs soll die Studenten auch dafür sensibilisieren, mögliche Vorbereitungen von Angreifern in den Unternehmen zu erkennen. So sollte z.B. die Mitarbeiterin am Empfang eines Unternehmens keine fremden entgegennehmen, diese können nämlich Schadsoftware für Spionage gespeichert haben, die bereits beim Einstecken auf den fremden Computer überspielt werden können. Nun könnte man meinen, dass eine den Computer vor möglichen Schädlingen schützt, doch Martin Dombrowski betont, dass die Umgehung von Antivirensoftware mit ein paar geschickten Handgriffen problemlos möglich sei.

Dass die USB-Sticks dennoch vom Personal entgegengenommen werden, habe er den Unternehmen, die er in Sicherheitsfragen berät, immer wieder demonstriert, man müsse nur charmant sein und sich clever anstellen. Anschließend wird einem Zugriff auf den Firmenrechner gewährt und der Angreifer kann seinen mit Schädlingen gespeicherten USB-Stick anschließen, resümiert Martin Dombrowski mit einem Lächeln. Als er die Unterlagen zur Prüfungsvorbereitung über einen USB-Stick verteilen möchte, werden die anwesenden Studenten unsicher, kann man Martin Dombrowski vertrauen? Doch irgendwie müssen sich die Studenten auf die Prüfung vorbereiten und so wird der USB-Stick mit einem flauen Gefühl doch noch angenommen.

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