SolarWinds-Umfrage zu Vertrauen in die Informationssicherheit

IT-Profis liegen falsch bei Unternehmenssicherheit

| Redakteur: Peter Schmitz

„Unternehmen bemühen sich intensiv um die Verbesserung ihrer Informationssicherheit, insbesondere in Bezug auf Budget und Ressourcen“, erklärt Mav Turner, Sicherheitsleiter bei SolarWinds. „Es ist jedoch wichtig, sich nicht selbst zu überschätzen.“
„Unternehmen bemühen sich intensiv um die Verbesserung ihrer Informationssicherheit, insbesondere in Bezug auf Budget und Ressourcen“, erklärt Mav Turner, Sicherheitsleiter bei SolarWinds. „Es ist jedoch wichtig, sich nicht selbst zu überschätzen.“ (Bild: Archiv)

SolarWinds hat die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema Vertrauen in die Informationssicherheit veröffentlicht. Die Antworten von 168 IT-Profis ergaben, dass deren Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen und -prozesse ihres Unternehmens sehr hoch ist.

IT-Profis sind von den Sicherheitsmaßnahmen und -prozessen in ihrem Unternehmen sehr überzeugt. 85 Prozent der deutschen IT-Profis denken, die Sicherheit ihres Unternehmens ist überdurchschnittlich, 14 Prozent von ihnen sehen ihr Unternehmen sogar in den oberen 10 Prozent. Zudem sagten 83 Prozent, dass ihre IT-Abteilung derzeit über ausreichend Ressourcen verfüge, um die Systeme zu schützen.

68 Prozent der Befragten berichteten außerdem, dass sich in diesem Jahr das Sicherheitsbudget ihrer Abteilung im Vergleich zum Vorjahr erhöht habe. Zudem gaben nur 2 Prozent an, dass in ihrer IT-Abteilung nicht mindestens ein Mitarbeiter für die Sicherheit zuständig sei, während 97 Prozent sagten, es gäbe mehr als einen. Diese Personalstärke könnte erklären, warum 55 Prozent äußerten, sie könnten ihre Verteidigungsvorkehrungen mindestens monatlich testen. Schließlich meinten 35 Prozent, dass ihre IT die Sicherheit eng in andere IT-Prozesse und -Verfahren eingebunden habe, während alle anderen zumindest einen gewissen Grad an Interaktion meldeten.

Obwohl 45 Prozent der Befragten nicht glauben, dass ihre Firma Ziel von Angriffen sei, und weitere 13 Prozent das Gefühl haben, dass nur ein geringes Risiko für einen erfolgreichen Angriff bestünde, meldeten 77 Prozent, dass ihr Unternehmen einem schwerwiegenden Angriff ausgesetzt war.

46 Prozent räumten sogar ein, dass es mindestens einen Monat dauerte, bis der Angriff entdeckt wurde. Des Weiteren gaben 41 Prozent an, dass es mindesten einen Monat dauerte, die Folgen des Angriffs zu beseitigen (d.h. die betroffenen Systeme/Anwendungen wieder online/betriebsbereit zu schalten und das Sicherheitsleck zu schließen).

Bekräftigt wird das durch durch die Angabe von 41 Prozent der Befragen, dass in ihrem Unternehmen entweder keine Best Practices für die Sicherheit definiert seien oder diese nicht regelmäßig befolgt würden.

Die Umfrage wurde im Oktober 2014 gemeinsam mit Enterprise Management Associates unter 168 IT-Experten, Managern, Vorständen und Führungskräften aus kleineren und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt.

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