Fachkräftemangel

IT-Security-Experten finden und anwerben

| Autor / Redakteur: Martin Krill* / Stephan Augsten

Wer IT-Sicherheitspersonal benötigt, der kann auch Security-affine Mitarbeiter umschulen.
Wer IT-Sicherheitspersonal benötigt, der kann auch Security-affine Mitarbeiter umschulen. (Bild: Archiv)

IT-Sicherheitsvorfälle haben das Risikobewusstsein in den Chefetagen geschärft. Auf dem Arbeitsmarkt für IT-Experten schlägt sich die Erkenntnis, dass Informationen immer gefährdet sind, letztlich nieder. IT Security wird zunehmend als Wettbewerbsvorteil gesehen.

Durch die zunehmende Verlagerung von Diensten und Daten ins Internet entstehen zahlreiche neue Angriffspunkte für Cyber-Kriminelle. Eine Herausforderung für Sicherheitsexperten – sie müssen die Balance finden zwischen der totalen Abschottung sensibler Daten, der Nutzerfreundlichkeit sowie der Wirtschaftlichkeit von IT-Systemen.

IT-Sicherheitsexperten sollten direkt im Unternehmen beschäftigt sein, in dem sie auch tätig sind, denn sie haben den besten Überblick über die IT-Infrastruktur. Somit könne sie auch schnell auf neu entdeckte Sicherheitslücken reagieren und aktiv werden. Gleichzeitig ist es wahrscheinlicher, dass die Mitarbeiter dem Unternehmen eng verbunden und loyal sind.

Unternehmen, die lediglich reagieren, werden früher oder später mit Problemen konfrontiert, daher sollte möglichst proaktiv gehandelt werden. Dazu gehört zwingend, das erforderliche Know-how an Bord zu holen. Das Rekrutieren von IT-Sicherheitstalenten kann sich sogar zum Wettbewerbsvorteil auswachsen.

Interne Weiterbildungsmöglichkeiten sollten gefördert werden, um qualifizierten Mitarbeitern die Möglichkeit zu bieten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten in Themen einzubringen, die dem Unternehmen dienlich und für den Einzelnen eine neue Herausforderung sind – eine Win-Win-Situation für beide Parteien.

Abwerben als Ultima Ratio?

Viele Arbeitgeber setzen alles daran, das Know-how im Sicherheitsbereich zu bewahren und die Spezialisten an Bord zu halten. Daher gestaltet es sich nicht einfach, Sicherheitsexperten von anderen Unternehmen oder auch von Mitbewerbern abzuwerben.

Arbeitgeber sind daher häufig bereit, viele Zugeständnisse zu machen, damit ihre Mitarbeiter zufrieden sind und nicht beim ersten Angebot zugreifen. Wenn Mitarbeiter sich wohlfühlen und die geforderten Freiheitsgrade erhalten, gibt es wenige Beweggründe, die zu einem Arbeitgeberwechsel führen.

Die Wechselmotivation liegt üblicherweise nicht darin, dass IT-Sicherheitsexperten bei vergleichbarer Tätigkeit zum nächsten Arbeitgeber flüchten wollen. Oft sind es eher persönlichen Gründe, wie beispielsweise die sinkende Reisebereitschaft des betroffenen Mitarbeiters oder der Wunsch nach einem größeren Verantwortungsbereich.

IT-Sicherheitsexperten erwarten zumeist ein Arbeitsumfeld mit vielen Freiheitsgraden. Die Arbeitsumgebung sollte möglichst auf dem neuesten technologischen Stand und mit den besten Features im IT-Sicherheitsbereich ausgestattet sein. Notwendige Investitionen werden idealerweise ohne monatelange interne Bürokratie getätigt.

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