Definition IT-Sicherheit

IT-Security umfasst die Sicherheit der ganzen IT

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Peter Schmitz

IT-Sicherheit schützt Informationen und alle Systeme, mit denen Informationen verarbeitet, genutzt und gespeichert werden.
IT-Sicherheit schützt Informationen und alle Systeme, mit denen Informationen verarbeitet, genutzt und gespeichert werden. (Bild: Pixabay / CC0)

IT-Sicherheit reicht vom Schutz einzelner Dateien bis hin zur Absicherung von Rechenzentren und Cloud-Diensten. IT-Security gehört zu jeder Planung und Maßnahme in der IT und ist grundlegend für die Compliance im Unternehmen.

Unter IT-Sicherheit versteht man alle Planungen, Maßnahmen und Kontrollen, die dem Schutz der IT dienen. Der Schutz der IT hat drei klassische Ziele: Die Vertraulichkeit der Informationen, die Integrität der Informationen und Systeme und die Verfügbarkeit der Informationen und Systeme. Der Schutz der IT-Systeme vor Ausfall und die notwendige Belastbarkeit der IT-Systeme ist grundlegend für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, für die Business Continuity.

Im Gegensatz zur Datensicherheit geht es in der IT-Sicherheit nicht nur um personenbezogene Daten, für die der rechtlich geforderte Datenschutz Sicherheitsmaßnahmen verlangt. Es geht vielmehr um alle Arten von Informationen, die es zu schützen gilt.

Es ist jedoch zu kurz gegriffen, wenn man IT-Sicherheit als Informationssicherheit versteht, denn nicht nur Informationen müssen geschützt werden, sondern auch alle Systeme, mit denen Informationen verarbeitet, genutzt und gespeichert werden.

IT-Security bedeutet Schutz von Informationen und IT-Systemen

Zu den IT-Systemen gehören einerseits die Endgeräte (Endpoint), die die Nutzer verwenden, darunter PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones. Der Teil der IT-Sicherheit, der sich mit dem Schutz der Endpoints befasst, wird Endpoint Security genannt.

Auch die Betriebssysteme und Anwendungen, die auf den Endgeräten laufen, müssen in der IT-Sicherheit berücksichtigt werden, dies geschieht in der Betriebssystemsicherheit und Applikationssicherheit.

IT-Sicherheit schützt die Vernetzung bis ins Internet

Die Endgeräte arbeiten heute kaum noch alleine, vielmehr sind die Geräte und Anwendungen in der Regel über Netzwerke miteinander verknüpft. Die Vernetzung kann dabei über das firmeninterne Netzwerk hinausgehen und Verbindungen über das Internet einschließen.

Wenn man die Sicherheit der Vernetzung, die Netzwerksicherheit gewährleisten will, muss man deshalb auch an Internetsicherheit und an Cloud-Sicherheit denken, da viele Anwendungen und IT-Ressourcen inzwischen als Cloud-Dienst bezogen werden.

Mit der Verbindung ins Internet kommen neue Risiken und Gefahren ins Spiel, die bei der Planung und Umsetzung der IT-Sicherheit stark ins Gewicht fallen müssen: die Cyber-Bedrohungen, darunter die Hackerangriffe auf IT-Systeme und Informationen über das Internet.

IT-Security schützt auch den Nutzer

Der Anwender selbst steht ebenfalls im Fokus der IT-Sicherheit. Informationen und IT-Systeme lassen sich nur dann schützen, wenn sichergestellt ist, dass nur legitimierte Nutzer die Informationen und Systeme verwenden und dass die legitimen Anwender nur die für sie freigegebenen Systeme und Informationen nutzen.

Dabei wird dem Nutzer eine digitale Identität zugewiesen, die zu schützen ist und der definierte Berechtigungen zugeteilt werden. Identity- und Access-Management (IAM) ist deshalb ein zentraler Bestandteil der IT-Sicherheit.

IT-Sicherheit muss Schwachstellen verhindern und Compliance gewährleisten

Die IT-Sicherheit ist immer dann bedroht, wenn es eine Schwachstelle gibt, die ein Angreifer ausnutzt oder die zu Fehlern in der IT führt. Mit dem Schwachstellen-Management sollen deshalb Schwachstellen oder Sicherheitslücken aufgespürt und geschlossen werden.

Die gefährlichste Schwachstelle in der IT ist eine lückenhafte IT-Security. Die häufig zu hörende Aussage, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gebe, gilt auch in der IT. Trotzdem muss die IT-Sicherheit dem Risiko und Schutzbedarf für Informationen und Systeme entsprechend so umfassend wie möglich ausgelegt sein.

Eine Konzentration auf nur einen Teilbereich der IT-Sicherheit kann die komplette IT-Security untergraben. Die Gewährleistung einer umfassenden IT-Sicherheit ist deshalb auch grundlegend für die Einhaltung von vertraglichen und rechtlichen Regelwerken und damit für die Compliance im Unternehmen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Aktuelle Beiträge zu diesem Thema

Kognitive Systeme werden die IT-Sicherheit revolutionieren

Cognitive Computing in der IT-Sicherheit

Kognitive Systeme werden die IT-Sicherheit revolutionieren

Der Kampf der Unternehmen gegen agile und hochprofessionelle Cyberkriminelle schien lange wie der Kampf zwischen David und Goliath. Doch mithilfe kognitiver IT-Sicherheitslösungen lässt sich das Kräfteverhältnis zugunsten der Unternehmen verschieben. In Zukunft sind sogar intelligente Prognosesysteme für Cyberattacken denkbar. lesen

Was ist eine Security Policy?

Definition Sicherheitsrichtlinien

Was ist eine Security Policy?

Die Security Policy ist ein technisches oder organisatorisches Dokument, mit dem der Sicherheitsanspruch von Institutionen umgesetzt und erreicht werden soll. Die Sicherstellung der Integrität, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Authentizität der Informationen sind Kernbestandteile. lesen

5 Thesen für mehr Cybersicherheit

IT-Sicherheit in Deutschland

5 Thesen für mehr Cybersicherheit

Immer mehr Cyber-Attacken bedrohen nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucher und Politiker. Schadsoftware, Ransomware und Co. zu wappnen, muss an mehreren Stellschrauben gedreht werden. Prof. Dr. Christian Rossow, Professor für IT-Sicherheit an der Universität des Saarlandes nennt fünf Thesen wie sich in Deutschland mehr Cybersicherheit erreichen lässt. lesen

Datenschutzgrundverordnung im Mittelstand

IT-Sicherheit für den Mittelstand 2017

Datenschutzgrundverordnung im Mittelstand

Mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erwartet europäische Unternehmen die größte Reform des europäischen Datenschutzrechtes seit 1995. Bis zur Geltung ab 25. Mai 2018 bleibt nicht mehr viel Zeit, besonders für mittelständische Unternehmen ist das Umsetzen der neuen oder erweiterten Vorgaben eine große Herausforderung. lesen

Cyberangriffe auf Firmen nehmen weiter zu

Trend Micro Sicherheitsbericht HJ1-2017

Cyberangriffe auf Firmen nehmen weiter zu

Cyberangriffe auf Unternehmen nehmen weiter zu. Neben bekannten Bedrohungen wie Ransomware und Business E-Mail Compromise stellen vor allem Angriffe auf IoT-Geräte eine konkrete und wachsende Gefahr dar. Das zeigt der Bericht zur Lage der IT-Sicherheit im ersten Halbjahr 2017 von Trend Micro. lesen

Ransomware als Warnisgnal

Datensicherheit

Ransomware als Warnisgnal

Ransomware ist zweifelsohne eines der Top-Themen des Jahres in Sachen IT-Sicherheit. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgendeine Welle der Erpressersoftware für Schlagzeilen und Überstunden bei den Administratoren sorgt. IT-Verantwortliche vertrauen darauf, dass AV- und Endpunkt-Lösungen Ransomware stoppen können, sehen aber immer wieder, dass diese Verteidigung durchbrochen wird. lesen

Das müssen Unternehmen jetzt zur DSGVO wissen!

Europäischer Datenschutz

Das müssen Unternehmen jetzt zur DSGVO wissen!

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist bereits seit dem 24. Mai 2016 beschlossene Sache – die Schonfrist läuft allerdings am 25. Mai 2018 ab. Zu diesem Stichtag gilt für alle Unternehmen verbindlich die neue Rechtslage. Die Compliance-Experten von G Data verweisen dazu auf sechs Änderungen, über die Unternehmer jetzt Bescheid wissen müssen. lesen

Buchrezension „Hacken für Dummies“

Lohnt der Kauf?

Buchrezension „Hacken für Dummies“

Das Fachbuch „Hacken für Dummies“ richtet sich an Neueinsteiger im IT-Sicherheitsbereich. Doch gerade die letzten Kapitel sind auch für Sicherheitsprofis interessant, schließlich geht es hier um die Dokumentation von Tests, das Einrichten von Prozessen und die Kommunikation mit der Geschäftsführung. lesen

IT-Sicherheit in Wahlprogrammen der Parteien

Bundestagswahl 2017

IT-Sicherheit in Wahlprogrammen der Parteien

Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) hat die Wahlprogramme von Parteien, die zur Bundestagswahl 2017 antreten, ausgewertet und die Aussagen und Positionen zum Themenkreis IT-Sicherheit verglichen. lesen

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44448928 / Definitionen)