Black Market

Käufliche Hacking-Tools und -Dienste im Web

| Autor / Redakteur: Fred Touchette* / Stephan Augsten

Im Dark Market finden sich diverse Dienstleistungen und Tools, darunter beispielsweise Botnetze zur Miete.
Im Dark Market finden sich diverse Dienstleistungen und Tools, darunter beispielsweise Botnetze zur Miete. (Bild: Archiv)

Das Deep Web gilt als Eingang zur Schattenwirtschaft. Wer sich nicht ständig in diesem „Black Market“ bewegt, der wäre vermutlich einigermaßen überrascht, wie ähnlich die Marktgepflogenheiten denen des ganz normalen Handels sind. Erstaunlich ist auch, wer dort so alles einkauft.

Mit der Hacker-Vereinigung „Lizard Squad“ haben die Nutzer von Playstation und Xbox Weihnachten 2014 bereits Bekanntschaft machen dürfen. Die Angreifer hatten die entsprechenden Gaming-Netzwerke zeitweise komplett lahmgelegt. Nun macht die Gruppierung erneut auf sich aufmerksam und bewirbt ein DDoS-Tool.

Das Werkzeug wurde speziell dazu entwickelt, Gaming-Netzwerke anzugreifen. Das sei, so die Gruppe, schließlich kein schlechter Marketing-Gag und fast schon als Verkaufshilfe zu betrachten. Das entsprechende Tool nennt sich „Lizard Stresser“ und wird im Internet zum Verkauf angeboten (für Preise zwischen sechs und 500 US-Dollar).

Umgekehrt wird darüber berichtet, dass betroffene Unternehmen inzwischen mit denselben Waffen zurückschlagen. Glaubt man Branchenexperten ist das kein ungewöhnliches Vorgehen und bei Weitem kein Einzelfall. Wie einfach ist es aber wirklich für Unternehmen, eigene Attacken zu lancieren, die beispielsweise auf im Internet frei verfügbaren Tools basieren? Und wie legal ist das?

Shoppen im Deep Web

Es ist wie in vielen anderen Bereichen: Wenn man weiß, wo man zu suchen hat, ist das schon die halbe Miete. Auch wenn man sich auf die Suche nach käuflichen Hackertools macht. Eine Suche, die in letzter Zeit deutlich einfacher geworden ist.

In der Vergangenheit musste man sich in den entsprechenden Untergrundforen herumtreiben, sich dort auskennen, die Beteiligten identifizieren können. Für einigermaßen Unbedarfte war es schwer zu prognostizieren, wo die nächste Fly-by-Night-Webseite auftauchen würde. Einige dieser Seiten existieren zwar länger als andere, aber die weitaus meisten wandern von Provider zu Provider mit wechselnden Domain-Namen. Das ist nur natürlich, bedenkt man die Gesetzeslage. Diese Art Seiten gibt es weiterhin.

Mit der Existenz dessen, was allgemein als „Deep Web“ bezeichnet wird, also Webseiten, die nur über das TOR-Netzwerk erreichbar sind, hat sich einiges geändert. Die Seiten und die angebotenen Dienste sind über das „Hidden Wiki“ (also den Dienst, der versteckt über TOR betrieben wird) sehr viel leichter zugänglich geworden. Der eigentlich „versteckte“ Teil des Wiki liegt allerdings vergleichsweise offen und fungiert zugleich als Verzeichnisdienst für das Deep Web.

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