Nach Hause und nach China

Kamera-Apps funken persönliche Daten

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Offenbar senden Kamera-Apps die Daten nicht nur an das Smartphone.
Offenbar senden Kamera-Apps die Daten nicht nur an das Smartphone. (Bild: Pixabay)

Eigentlich sollen sie nur den Austausch von Fotos zwischen Kamera und Smartphone erleichtern oder als Fernbedienung dienen. Aber wie Stiftung Warentest herausgefunden hat, erfassen einige Kamera-Apps auch persönliche Daten ihrer Nutzer und senden sie in die Welt.

Standortdaten, Gerätenamen, Netzwerknamen – einige Kamera-Apps, die eigentlich nur Smartphone und Kamera verbinden sollen, versenden persönliche Informationen ihrer Nutzer. Deswegen raten die Experten von Stiftung Warentest zur genauen Kontrolle der Berechtigungen, die sich eine App einräumt.

In einem Test von acht Smartphone-Apps fiel besonders die App Mirrorless des Herstellers Yi auf. Sie überträgt laut Stiftung Warentest Daten wie Gerätekennung von Smartphone und Kamera sowie Name und Kennwort des WLAN-Netzes auf Server in China. Für die eigentliche Funktion – das Teilen von Bildern in sozialen Netzwerken – sind diese Daten nicht erforderlich. Außerdem werden weitere Daten an Google oder Facebook übertragen. Um Erlaubnis fragt das Programm seine Nutzer dabei nicht, ein Widerspruch ist nicht vorgesehen. Einen technischen Grund für diese Datenübertragung sehen die Warentester nicht.

Auch Sonys App PlayMemories Mobile sendet Daten zur verwendeten Kamera und zum Mobilfunkanbieter nach Japan sowie Standortdaten der Nutzer an Google (Android-App) und Apple (iOS-App). Auch Apps von Fujifilm (Camera Remote für Android), Nikon (Snap Bridge für iOS) und Olympus (Share Image) verraten den Standort ihrer Nutzer. Gar keine Nutzerdaten senden Canons Camera Connect, Fujifilms Camera Remote für iOS, Panasonics Image App, Ricohs Image Sync und Nakons SnapBridge für Android.

Die Warentester raten deswegen zum konsequenten Rechte-Check für Foto-Apps. Das geht auf iOS-Geräten im Bereich „Datenschutz“, bei Androiden im Menüpunkt „Apps“, unter Android 8 direkt unter „Apps und Benachrichtigungen“. Besonders das Erfassen von Standort- und Kameradaten sollte möglichst verhindert werden. Im Zweifelsfall lässt man von Schnüffel-Apps lieber die Finger.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44872096 / Compliance und Datenschutz )