BSI-Rat gegen „Locky“ und „TeslaCrypt“

Krypto-Trojaner: Backups schützen gegen Datenverlust

| Autor: Manfred Klein

Wohl dem, der vorgesorgt hat. Oft sind Datensicherungen der letzte Ausweg
Wohl dem, der vorgesorgt hat. Oft sind Datensicherungen der letzte Ausweg (Bild: psdesign1 – Fotolia.com)

Vor dem Hintergrund der aktuellen Vorfälle im Zusammenhang mit Verschlüsselungs-Trojanern wie „Locky“ und „TeslaCrypt“ weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf die Bedeutung von Backups und Datensicherungen hin.

Sie können wenigstens das Schlimmste verindern: Regelmäßig angelegte Daten- und System-Backups sind im Falle einer Infektion durch einen Verschlüsselungs-Trojaner (Ransomware) oft die einzige Möglichkeit, die betroffenen Dateien und Systeme wiederherzustellen und größeren Schaden zu vermeiden.

Datensicherungen lassen sich vollständig, stufenweise, sowie manuell oder automatisch mithilfe einer Backup-Software durchführen. Dabei sollte man neben dem PC auch die Daten berücksichtigen, die auf dem Smartphone oder Tablet sowie in einem Cloud-Speicher abgelegt sind, so die Experten des BSI.

Die gewählte Methode hänge von der Bedeutung, der Menge und der – eventuell gesetzlich vorgeschriebenen – Aufbewahrungsdauer der Daten ab. Dementsprechend sollten hinsichtlich Kapazität, Haltbarkeit und Lebensdauer passende Speichermedien wie externe Festplatten, USB-Sticks, CDs oder DVDs gewählt werden.

Schutzmaßnahmen gegen Ransomware

Das BSI beobachtet immer wieder Schadsoftware-Wellen zur Verbreitung von Verschlüsselungs-Trojanern (Ransomware). Betroffen sind Unternehmen ebenso wie Behörden und Privatanwender. Grundlegende präventive Schutzmaßnahme gegen die Auswirkungen einer Ransomware-Infektion ist die regelmäßige Erstellung von Backups, damit verschlüsselte Daten nicht verloren sind. Dabei sollte, laut BSI, folgendes beachtet werden:

  • 1. Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten auf ein externes Speichermedium, beispielsweise eine USB-Festplatte, einen USB-Speicherstick oder einen vertrauenswürdigen Cloud-Speicher.
  • 2. Viele Verschlüsselungstrojaner können auch Daten auf externen Laufwerken und Netzlaufwerken unbrauchbar machen. Verbinden Sie deshalb das Speichermedium für Ihre Datensicherungen nicht dauerhaft mit Ihrem Computer.
  • 3. Bewahren Sie ihre Datensicherung getrennt von Ihrem Computer an einem geschützten Ort auf. Wenn Sie Cloud-Dienste für die Datensicherung verwenden möchten, informieren Sie sich, welchen Schutz Ihrer Daten (Transportverschlüsselung, verschlüsselte Ablage) der Cloud-Betreiber gewährleistet.
  • 4. Prüfen Sie anhand einiger ausgewählter Dateien, ob sich die gesicherten Daten auch tatsächlich wiederherstellen lassen.

Neben der regelmäßigen Anlage von Backups sei es zudem wichtig, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einer Ransomware-Infektion komme. Dazu sollten Mitarbeiter und Privatanwender sensibilisiert werden, damit sie das Phänomen Ransomware kennen und somit verdächtigen Mails oder Links mit Vorsicht und gesundem Misstrauen begegnen können.

Darüber hinaus sollten Standardschutzmaßnahmen getroffen werden, beispielsweise Software wie Betriebssystem, Browser und Browser-Plugins (Java, Flash, Adobe-Reader, etc.) aktuell zu halten.

Weitere Informationen zum Thema Datensicherung gibt es hier und mehr Informationen zum Thema Ransomware ist hier zu finden.

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