AppRiver-Studie zu finanzieller Absicherung gegen Cyber-Risiken

Mangelndes Vertrauen in IT-Versicherungen

| Redakteur: Stephan Augsten

Nur wenige Unternehmen trauen Versicherungspolicen gegen Cyber-Risiken über den Weg.
Nur wenige Unternehmen trauen Versicherungspolicen gegen Cyber-Risiken über den Weg. (Bild: Archiv)

Der Sicherheitsanbieter AppRiver hat sich mit der Frage befasst, wie Unternehmen über die finanzielle Absicherung gegen Cyber-Bedrohungen denken. Demnach glauben viele Unternehmen, dass Versicherungen die Ansprüche, die sich aus Sicherheitsvorfällen ergeben könnten, nicht ausgleichen würden.

Im Rahmen der InfoSecurity Europe 2014 hat AppRiver 250 IT-Security-Experten zum Thema Versicherungen gegen Cyber-Risiken befragt. Ein Großteil der Teilnehmer hat demnach wenig Vertrauen in entsprechende Policen.

63 Prozent gehen davon aus, dass Versicherer die aus Cyber-Sicherheitsvorfällen entstehenden Ansprüche nicht ausgleichen würden. In den britischen Unternehmen ist das Misstrauen sogar derart ausgeprägt, dass knapp ein Drittel der Befragten gar nicht erst in Erwägung zieht, sich entsprechend zu versichern.

Nur 18 Prozent der Firmenvertreter gaben an, dass ihr Unternehmen sich finanziell gegen Cyber-Bedrohungen abgesichert hat. 38 Prozent davon haben Sonderklauseln in ihre Police mit aufgenommen. 32 Prozent erachten dies als unnötig, 39 Prozent waren sich im Vorfeld nicht sicher gewesen, wie sie am besten verfahren sollten.

28 Prozent derjenigen, die überhaupt eine Versicherung abgeschlossen haben, haben im Übrigen keine Ahnung, ob diese im Schadensfalle tatsächlich gültig ist. Keiner der Befragten mit einer gültigen Police habe denn auch bisher einen Schadensfall angezeigt. „Das könnte man als ein positives Zeichen werten“, meint Jim Tyer, Channel Director bei AppRiver – wären da nicht „noch zwei weitere, eher nachdenklich stimmende Aspekte.“

Wahrscheinlich sei, dass ein Prozent unter den Befragten gar keine korrekten Angaben gemacht hat, dass unter dem Befragten solche sind, die zwar schon Sicherheitsvorfälle verzeichnet, aber nicht ihrem Versicherer gemeldet haben und vor allem, dass eine erhebliche Zahl überhaupt nicht weiß, wie es um die aktuelle Datenschutzsituation im Einzelnen bestellt ist. „Ein, wie ich finde, beunruhigender Gedanke“, so Tyer abschließend.

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