Risikomanagement-Strategie für die Lieferkette

Mehr Sicherheit in der Supply Chain

| Autor / Redakteur: Steve Durbin / Claudia Otto

IT- und Informationssicherheit sind keine rein technische Angelegenheit und sollten auch in produzierenden Unternehmen zur Chefsache erklärt werden.
IT- und Informationssicherheit sind keine rein technische Angelegenheit und sollten auch in produzierenden Unternehmen zur Chefsache erklärt werden. (Bild: .shock – fotolia.com)

Funktionierende Supply Chains sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für reibungslose Produktionsprozesse. Die zunehmende Vernetzung mit immer mehr Akteuren entlang der Wertschöpfungskette macht es für Unternehmen aber immer schwieriger, die Sicherheit ihrer Informationen zu gewährleisten.

Der schnelle und sichere Austausch von Informationen ist für den Wirtschaftskreislauf mittlerweile genauso wichtig wie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Erst durch die Weiterverarbeitung und Anreicherung von Informationen und ihre Weitergabe können Lieferketten zuverlässig funktionieren.

In Zeiten der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung ist das jedoch auch mit Risiken für die Sicherheit von geschäftskritischen Informationen verbunden: Schwachstellen bei technischen Sicherheitseinrichtungen, fehlende oder unzureichende Prozesse oder einfach nur fahrlässige oder schlecht informierte Mitarbeiter bieten Unbefugten/Dritten umfangreiche Möglichkeiten, an sensible Daten zu kommen. Zudem haben sich die Grenzen der Informationssicherheit verschoben: Sie endet nicht mehr an der eigenen .

Knotenpunkte der Informationssicherheit

Supply-Chain-Sicherheit bedeutet heute also in erster Linie Informationssicherheit. Denn Unternehmen sind heute mit einer schwer überschaubaren Menge an Lieferanten, Kunden, Service Providern und anderen externen Partnern direkt oder indirekt über verschiedene Supply Chains vernetzt und tauschen darüber Informationen aus. Die damit verbundenen Risiken werden jedoch häufig unterschätzt.

Häufig kennen sie nicht einmal alle ihre indirekten Partner, geschweige denn sind sie in der Lage, jeden einzelnen bezüglich des Umgangs mit Informationen und möglichen Schwachstellen zu bewerten.

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Für eine Erhöhung der Informationssicherheit sollten sich Unternehmen deshalb auf die entscheidenden Sicherheitsknotenpunkte konzentrieren und die Supply-Chain-Sicherheit fest in ihrer Risikomanagement-Strategie verankern.

Dabei gibt es im Wesentlichen drei Probleme: Erstens fehlt es in vielen Unternehmen auf Ebene des Managements an ausreichendem Know-how hinsichtlich unterschiedlicher Informationsrisiken. Und zweitens wenn es vorhanden ist, mangelt es häufig am Verständnis über gemeinsam mit Partnern genutzte Informationen und deren Sicherheit. Drittens gibt es in den meisten Unternehmen keine oder nur mangelhafte Standards für die Bewertung von Risiken.

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