Kaspersky-Umfrage zu den Folgekosten von Cyber-Angriffen

Mittelstand zahlt über 40.000 Euro pro Attacke

| Redakteur: Stephan Augsten

Sicherheitsvorfälle kosten bares Geld, die Schäden gehen je nach Größe des Unternehmens in die Hunderttausende.
Sicherheitsvorfälle kosten bares Geld, die Schäden gehen je nach Größe des Unternehmens in die Hunderttausende. (Bild: Archiv)

Kaspersky Lab hat im Rahmen einer Umfrage die direkten Folgekosten zielgerichteter Cyber-Attacken ermittelt. Demnach liegen die durchschnittlichen Einbußen in deutschen Großunternehmen bei gut 360.000 Euro, mittelständische Unternehmen müssen mit einem finanziellen Schaden von rund 41.000 Euro rechnen.

Zusammen mit den Marktforschern von B2B International hat Kaspersky Lab etwa 3.900 IT-Entscheider weltweit zu den finanziellen Auswirkungen von Cyber-Attacken befragt. Wenig verwunderlich ist dabei das Ergebnis, dass größere Unternehmen auch mit höheren Einbußen rechnen müssen.

Für die Berechnung wurden nur die direkten Kosten herangezogen, die den befragten Unternehmen entstanden sind. Dazu zählen zunächst einmal unmittelbare Einbußen, also die Ausgaben zur Beseitigung der Störung und von Sicherheitslücken sowie Produktivitätseinbußen. Desweiteren fließen Investitionen in präventive Maßnahmen wie die Weiterbildung des Personals oder die Anschaffung neuer Hard- und Software mit ein.

Laut der jährlich durchgeführten Studie müssen große Unternehmen mit mehr als 1.500 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr inzwischen höhere Kosten einkalkulieren. Der durchschnittliche Folgeschaden stieg weltweit um 14 Prozent auf rund 560.000 Euro an. Bei kleinen und mittleren Unternehmen waren die Kosten in Folge eines Cyberangriffs mit durchschnittlich 33.000 Euro hingegen rückläufig.

Andere IT-Sicherheitsvorfälle verursachen ebenfalls hohe Kosten. In großen Unternehmen schlagen IT-Angriffe auf Zulieferer oder Partner (1,5 Millionen Euro), Netzwerk-Hacks (1,1 Millionen Euro) und betrügerisches Verhalten von Mitarbeitern (820.000 Euro) zu Buche. In KMU sind Industriespionage (61.000 Euro), Netzwerk-Hacks (50.000 Euro) sowie DoS- beziehungsweise DDoS-Attacken (40.000 Euro) besonders kostspielig.

Für die Studie hat B2B International im Auftrag von Kaspersky Lab etwa 3.900 IT-Entscheider aus 27 Ländern befragt, darunter 194 Deutsche. Die „IT Security Risks Survey 2014“ steht auf der Kaspersky-Website zum Download bereit.

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