Check Point „Mobile Threat Prevention“

Mobile Security für Unternehmen

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Check Points „Mobile Threat Prevention“ schützt mobile Geräte ebenso wie das Netzwerk.
Check Points „Mobile Threat Prevention“ schützt mobile Geräte ebenso wie das Netzwerk. (Bild: Kirsty Pargeter - Fotolia)

Mit der Mobile-Security-Lösung lassen sich laut Check Point strenge Anforderungen an Compliance, Datenschutz und Privatsphäre erfüllen. Zurzeit arbeitet der israelische Anbieter an einer Multi-Tenancy-Version für Partner.

Nahezu alle Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern heute mobilen Zugriff auf das Firmennetz. Trotzdem trägt laut aktuellen Befragungen immer noch die Hälfte der Entscheider in den Unternehmen Bedenken bei der Integration von Mobilgeräten. Der israelische Security-Anbieter Check Point rechnet darüber hinaus mit einem weiteren Anstieg des Gefährdungspotenzials.

Laut seines Sicherheitsberichts 2015 sei mit einer steigenden Anzahl der Angriffe auf Mobilgeräte und der Aufdeckung größerer Schwachstellen zu rechnen. Unternehmen mit mehr als 2.000 verbundenen Geräten haben demnach eine Chance von über 50 Prozent, mindestens sechs infizierte oder angegriffene Mobilgeräte im Netzwerk zu haben.

Kontrollierter Zugang

Gegen die mobilen Bedrohungen hat Check Point die Container-basierte „Mobile Threat Prevention“ entwickelt. Über die Plattform können Administratoren Bedrohungen auf Geräte-, Anwendungs- sowie Netzwerk-Ebene erkennen und blockieren. Jede Applikation, die der Anwender in den geschützten Unternehmens-Container auf seinem Mobilgerät integrieren möchte, wird einzeln auf Schadcode hin geprüft. Sollte das Gerät bereits kompromittiert sein, wird der Zugriff auf das Unternehmensnetz verwehrt.

Um Angriffe auf interne Netzwerke mit den Infektionen von Endgeräten in Beziehung setzen zu können, greift die Lösung außerdem in hohem Maß auf weitere Sicherheitssysteme des Herstellers zu, wie Check Points Smart Event oder Threat Cloud.

Kontrollierter Vertrieb

Diese Stärke, Ereignisse zu korrelieren, entsprechende Rückschlüsse daraus zu ziehen und Maßnahmen einzuleiten, ist gleichzeitig eine Schwäche in vertrieblicher Hinsicht: Konsequenterweise wird die Mobile Threat Prevention als Software-as-a-Service vom Anbieter selbst zur Verfügung gestellt.

Ergänzendes zum Thema
 
Check Point Security-Report 2015

Laut Bastian Klein, Mobile Security Sales Manager CER bei Check Point, arbeitet man derzeit an einer Multi-Tenancy-Version für Partner und Service Provider, welche zusätzlich eine Verwaltung im eigenen Rechenzentrum erlauben wird. „Der ausschließliche Betrieb über uns ist aktuell noch gültig, wobei dies als SaaS – nicht als Servicebetrieb aus Partnersicht zu verstehen ist. Jedoch arbeiten wir parallel an einer OnPremise-Option, sodass das Management lokal, z.B. bei einem Partner, passieren kann.“

Ferner richtet sich die Lösung u.a. an Partnervertriebe und Kunden, die MDM-Lösungen von MobileIron, Airwatch, Good und MaaS360 nutzen, kann aber auch ohne jene MDM genutzt werden. Lediglich der Automatismus der Informationsweitergabe ginge dadurch verloren, nicht aber der Schutz vor Malware, Netzwerkangriffen und Manipulationen. Um mögliche Angriffe nicht nur sichtbar, sondern auch nachvollziehbar zu machen, unterstützt die Lösung laut Hersteller auch alle gängigen SIEM-Systeme.

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