Datenschutz-Studie

Privatsphäre im Internet der Dinge

| Redakteur: Stephan Augsten

Intransparenz ist in Zeiten der Smartwatches, Fitness-Armbänder, intelligenten Stromzähler und Haushaltsgeräte ein hohes Gut.
Intransparenz ist in Zeiten der Smartwatches, Fitness-Armbänder, intelligenten Stromzähler und Haushaltsgeräte ein hohes Gut. (Bild: Archiv)

Wie sieht der Verbraucher das Internet der Dinge und wie wichtig sind ihm Sicherheit und Privatsphäre? Die Studie „Datenschutz und Sicherheit in einer vernetzten Welt“ von Trend Micro befasst sich mit diesen Fragen und klärt, ob Komfort vor Sicherheit geht.

Im Auftrag des japanischen IT-Sicherheitsanbieters Trend Micro hat das Ponemon Institute eine Umfrage zum „Internet of Things“ (IoT) durchgeführt. Befragt wurden hierfür Endanwender in Europa, Japan und den USA. Die Studie untermauert, dass sich europäische Anwender mehr um Datenschutz und Sicherheit sorgen.

Während in Japan knapp die Hälfte und in den USA gar nur 44 Prozent der Befragten Bedenken beim Datenschutz haben, sind es in Europa 62 Prozent. Bei sozialen Medien liegt der Anteil sogar bei 68 Prozent, in Japan sind es 50 Prozent und in den USA 46 Prozent. Etwa die Hälfte der europäischen Anwender gab an, dass sie in Bezug auf den Datenschutz besorgter sind als noch vor fünf Jahren.

Wie sich zeigt, wiegen die Vorteile, die das Internet der Dinge mit sich bringt, die Sorge um Privatsphäre und Sicherheit mittlerweile beinahe auf. 42 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die Vorteile größer ein als die Nachteile. Genauso viele Befragte sind konträrer Meinung, der Rest der Befragten ist sich nicht sicher.

Welchen Stellenwert haben Datenschutz und Sicherheit?

Der Umfrage zufolge haben mehr Europäer das Gefühl, noch Herr ihrer persönlichen Daten zu sein: 43 Prozent stehen hier 30 Prozent in Japan und 22 Prozent in den Vereinigten Staaten gegenüber. Trend Micro schätzt, dass die unterschiedlichen Gesetze und Regelungen ein Grund hierfür sein könnten.

Gut die Hälfte der Befragten hält persönliche Daten für wertvoll, weil sie der Vermarktung dienen. 64 Prozent (31 Prozent „stimmen sehr zu“ und 33 Prozent „stimmen zu“) attestieren den Daten sogar einen finanziellen Gegenwert ähnlich einer Währung. Im Schnitt wurden die persönlichen Informationen wie folgt beziffert:

Am preiswertesten:

  • Geschlecht: 1,25 Euro
  • Name: 3,15 Euro
  • Telefonnummer: 4,85 Euro

Am teuersten:

  • Passwörter: 73,60 Euro
  • Angaben zur Gesundheit: 31,40 Euro
  • Zahlungsangaben (mit Kreditkarte): 18,70 Euro

Die Studie „Datenschutz und Sicherheit in einer vernetzten Welt“ (PDF, 2,2 MB) findet sich auf der Webseite von Trend Micro.

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