Compliance-Konformität zahlen sich aus

Richtlinien-Verstöße kosten letztlich mehr als Compliance-Maßnahmen

03.02.2011 | Redakteur: Stephan Augsten

Wer Geld für Compliance-Projekte in die Hand nimmt erspart sich nicht nur viel Ärger.

Investitionen in Compliance-Projekte sind keineswegs rausgeschmissenes Geld, wie Tripwire aus einer beauftragten Ponemon-Studie schließt. Unterm Strich müssten Unternehmen bei Verstößen gegen bestimmte Vorschriften sogar über 250 Prozent mehr bezahlen. Damit hätten sich Compliance-Ausgaben schnell wieder amortisiert.

Compliance-Kosten können mögliche Strafgelder und Produktionsausfälle bei Nichteinhaltung gesetzlicher und industrieller Vorschriften mehr als aufwiegen. Dies hat eine Umfrage unter 160 Geschäftsführern multinationaler Unternehmen ergeben. Die Studie wurde vom Ponemon-Institut im Auftrag von Tripwire durchgeführt.

Datenschutz und dessen Gewährleitsung zählen zu den teuersten Compliance-Projekten. Externe Richtlinien wie PCI DSS, Sarbanes Oxley Act oder das Bundesdatenschutzgesetz sind Haupttreiber für Investitionen in Compliance-Maßnahmen, gleichzeitig aber auch am schwersten zu erfüllen.

Für die Einhaltung bestehender Gesetze und Richtlinien veranschlagen die Befragten rund 1,2 Millionen Euro. An zweiter und dritter Stelle liegen die Überwachung interner Prozesse (870.000 Euro) und vertragliche Vereinbarungen mit Partnern, Verkäufern und Datenschutz-Behörden (412.000 Euro).

Im Schnitt müssten die befragten Unternehmen gut 2,6 Millionen Euro für entsprechende Initiativen aufwenden. Die Kosten möglicher Verstöße gegen Compliance-Richtlinien sind mit knapp 6,9 Millionen Euro allerdings mehr als 2,5 Mal so hoch. Besonders schwer wiegen der Studie zufolge die zu erwartenden Geschäfts- und Produktionsausfälle.

Aufgeschlüsselt nach Branchen geben Forschungs- und Lehreinrichtungen insgesamt etwa 5 Millionen Euro für Compliance-Initiativen aus. Im Energiesektor waren die Aufwendungen mit kumulierten 17,5 Millionen Euro am höchsten. Die Differenz zwischen Compliance-Ausgaben und Kosten für Compliance-Verletzungen ist im Energiesektor mit 1,5 Millionen Euro am geringsten. Am meisten lohnen sich Investitionen im Technologiesektor, hier kann man bis zu 6,9 Millionen Euro sparen.

Weitere Ergebnisse können Interessierte der kompletten Studie „Cost of Compliance“ auf der Tripwire-Website entnehmen.

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