Sicheres Authentisierungsverfahren Tokey

Tokey bringt sichere Authentifizierung Made in Germany

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Peter Schmitz

Geht es nach dem Berliner Startup-Unternehmen Tokey, sollen sich Benutzer bei Transaktionen künftig nur noch mit dem Smartphone, statt mit Bank- und Kundenkarten ausweisen.
Geht es nach dem Berliner Startup-Unternehmen Tokey, sollen sich Benutzer bei Transaktionen künftig nur noch mit dem Smartphone, statt mit Bank- und Kundenkarten ausweisen. (Bild: Tokey)

Gerade machte mit der FIDO Alliance eine internationale Initiative zur Etablierung einer sicheren Authentisierungslösung für mobile Dienste und das Internet of Things von sich reden. Das Startup Tokey hat keine Angst vor großen Tieren und möchte der FIDO Allianz eine europäische Variante der sicheren mobilen Authentisierung als Alternative an die Seite stellen – der erste Kunde arbeitet bereits damit.

Sichere und unkomplizierte Authentisierung ist der Schlüsselfaktor für das Mobile Business. Dazu reichen Verfahren, die auf Benutzername und Passwort setzen, nicht mehr aus, wie die immer wieder auftretenden Sicherheitszwischenfälle zeigen. US-lastigen Lösungen aber mag in Europa im Moment niemand mehr so recht vertrauen, viele fürchten versteckte Hintertürchen und heimliche Abhöraktionen.

Wenn Entwicklungsarbeit und Geschäftsmodell des Berliner Startups Tokey die erhofften Früchte tragen, gibt es tatsächlich eine Chance, ein selbständiges sicheres Authentisierungsverfahren für Deutschland und Europa zu realisieren – einfach und kostenlos für den Endanwender am Smartphone, sicher und kostengünstig für die Unternehmen, die das Verfahren einsetzen.

Tokey hat derzeit sechs Mitarbeiter und eine Methode, die nach zweijähriger Entwicklungsarbeit nunmehr in der Offenlegungsphase des Patentverfahrens steckt. Die Firmengründer, Rüdiger Baumann und Jürgen Simon, bringen beide Jahrzehnte IT-Erfahrungen mit: Baumann war unter anderem drei Jahre lang CEO beim Cloud-Management-Anbieter Zimory, der Cheftechnologe und Datenschutz-Spezialist Simon gründete den Dienstleister Rent-a-Brain und programmierte mit diesem unter anderem die Banking-Software für das Bankhaus Sal. Oppenheim.

Nun also setzen sie auf Tokey. Das Unternehmen versucht gerade, eine Million Euro für die Geschäftsentwicklung im deutschsprachigen Raum einzuwerben. Später sollen Millionen Transaktionen, an denen Tokey jeweils mit kleinen Centbeträgen verdienen will, Geld in die Kasse spülen. Bezahlen sollen die Betreiber von Diensten oder Shops, die Tokey als Infrastruktur verwenden.

Die ersten Kunden gibt es bereits: die gedruckte Ausgabe des Tagesspiegel lässt die Bestellung der kostenlosen Probeausgabe eines Genussmagazins über diesen Service laufen, die Bavaria Filmstudios werden das Login der Mitarbeiter in ihre ERP- und CRM-Lösungen demnächst über Tokey abwickeln, und ein Startup, der die digitale Abwicklung von Spenden für Gemeinschaftsgeschenke im mobilen und festen Web anbieten will und im April an den Start geht, wird ebenfalls Tokey verwenden.

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