Automatisierung der Datenübertragung mit Managed File Transfer

Unsicheres FTP durch Managed File Transfer (MFT) ersetzen

17.06.2010 | Autor / Redakteur: Jochen Koehler (Cyber-Ark) / Peter Schmitz

FTP gilt als unsichere und administrativ aufwändige Datenübertragung. Managed File Transfer (MFT) soll Abhilfe schaffen.

Weit verbreitet im Bereich der Datenübertragung sind nach wie vor FTP-Lösungen – und das, obwohl sie einen sehr hohen Integrations- und Administrationsaufwand erfordern und auch unter Sicherheitsaspekten problematisch sind. Eine Alternative hierzu sind Managed-File-Transfer-Lösungen, die sowohl eine deutliche Vereinfachung als auch Automatisierung des Datentransfer-Prozesses ermöglichen. Sie sind damit die perfekte FTP-Replacement-Variante – zugleich kostengünstig und sicher.

Der Handlungsbedarf im Hinblick auf einen Ersatz vorhandener FTP-Lösungen nimmt heute auf Unternehmensseite dramatisch zu. Die Gründe dafür sind vielfältig: von dem extrem hohen Administrationsaufwand für nicht aufeinander abgestimmte Altlösungen über steigende Sicherheitsanforderungen bis hin zu den Einschränkungen bei Skalierbarkeit, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Effizienz. Zentrales Problem ist, dass eine FTP-Lösung generell viele manuelle Tätigkeiten erfordert. Beispiele hierfür sind die Programmierung in einer Scriptsprache oder auf einem FTP-Server abgelegte Files, die per Hand gelöscht werden müssen.

FTP ist generell unsicher!

Die zentralen FTP-Probleme hat auch die Aberdeen Group in ihrem Bericht „File Transfer is Not What it Used to Be“ Mitte 2009 aufgezeigt: Verschlüsselte FTP-Verbindungen mittels SSH File Transfer Protocol (SFTP) oder FTP über SSL (FTPS) sind aufwändig zu verwalten und problematisch im Hinblick auf die Interoperabilität. Die Einrichtung eines neuen FTP-Accounts kann zudem bis zu mehrere Tage in Anspruch nehmen. Auch eine Nachvollziehbarkeit ist nicht gegeben, ob eine Datenübermittlung erfolgreich abgeschlossen wurde oder fehlgeschlagen ist. Und nicht zuletzt sind die Daten auf FTP-Servern meistens auch nicht geschützt, das heißt auch Personen zugänglich, die keine Berechtigung dafür haben.

Ein generelles Problem der skizzierten Lösungsvarianten ist die Komplexität. Da FTP kostenlos für unterschiedlichste Plattformen zur Verfügung steht, hat es Einzug in Unternehmen unterschiedlichster Größe gehalten. Dabei wurde es oft in Programmen und Scripten integriert, die noch von Mitarbeitern entwickelt wurden, die das Unternehmen bereits seit langem verlassen haben. Das stellt die meisten IT-Abteilungen heute vor sehr große Herausforderungen.

Darüber hinaus bieten reine FTP-Lösungen keine ausreichende Sicherheit, da alle Daten und Passwörter als Klartext übertragen werden. Und das ist gerade im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorschriften extrem problematisch. Zu nennen sind hier zum Beispiel Sarbanes-Oxley (SOX), PCI-DSS oder das Bundesdatenschutzgesetz.

Seite 2: Managed-File-Transfer-Lösung (MFT) als effiziente und sichere Lösung

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