ALESSIO-Projekt

Vernetzte Maschinen und Geräte durch updatefähige Lösungen schützen

| Redakteur: Peter Schmitz

Ziel des Verbundprojekts ALESSIO ist es updatefähige Sicherheitsmechanismen für Industrie 4.0 und langlebige vernetzte Geräte zu erforschen und zu bewerten. Die Projektpartner sind Fraunhofer AISEC, Giesecke & Devrient, Infineon, Siemens, TU München und Wibu-Systems.
Ziel des Verbundprojekts ALESSIO ist es updatefähige Sicherheitsmechanismen für Industrie 4.0 und langlebige vernetzte Geräte zu erforschen und zu bewerten. Die Projektpartner sind Fraunhofer AISEC, Giesecke & Devrient, Infineon, Siemens, TU München und Wibu-Systems. (Bild: Infineon Technologies)

Ob Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Smart-Home-Lösungen – vernetzte Maschinen und langlebige Geräte erfordern updatefähige Sicherheitsmechanismen. Diese zu erforschen und zu bewerten ist Ziel des Verbundprojekts ALESSIO.

Jedes neue vernetzte Gerät im Internet der Dinge bietet eine weitere digitale Angriffsfläche. Sensible Daten und Informationen können,wenn sie nicht ausreichend geschützt sind, leicht aus dem Netz erbeutet und für weitere Angriffe genutzt werden.

Zuverlässiger Schutz sicherheitskritischer Informationen basiert daher auf einer Kombination aus Software und Hardware. Die Hardware – ein Sicherheitschip – ist vergleichbar einem Tresor: einem besonders geschützten Bereich, in dem Daten und Sicherheitsschlüssel getrennt von der Software abgelegt werden. Jedoch müssen sich bei langlebigen Gütern wie Industrieanlagen Daten und sicherheitsrelevante Informationen auch aktualisieren lassen. Nur so können Hersteller auf veränderte oder neue Angriffsmethoden reagieren.

Ziel des Verbundprojekts ALESSIO unter Führung der Infineon Technologies AG ist es daher, im Laufe der nächsten drei Jahre updatefähige Sicherheitslösungen für solche eingebetteten Systeme zu entwickeln. Weitere Projektpartner aus München sind das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC), Giesecke & Devrient GmbH, Siemens AG und die Technische Universität München (TUM) sowie WIBU-SYSTEMS AG aus Karlsruhe. Das Projekt läuft bis Ende 2019 und wird mit rund 3,9 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ein Ansatz sieht ein klassisches Chip-basiertes Sicherheitselement mit aktualisierbarer Software vor. Daneben wird ein Sicherheitselement in komplexen, programmier-baren logischen Schaltungen (FPGA, Field Programmable Gate Array) realisiert. Drei praxisrelevante Prototypen sollen die Umsetzbarkeit und Funktionsfähigkeit dieser Lösungen zeigen.

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