Quelloffene Kommunikation

Verschlüsseltes Messaging mit Secure Chat und Axolotl

| Redakteur: Stephan Augsten

Für den Messenger Secure Chat hat sich G Data die Unterstützung des Verschlüsselungsprotokolls Axolotl gesichert.
Für den Messenger Secure Chat hat sich G Data die Unterstützung des Verschlüsselungsprotokolls Axolotl gesichert. ( © kazakovmaksim - Fotolia)

Messenger wie WhatsApp wurden 2014 von mehr als drei Milliarden Menschen genutzt. Viele Messaging-Dienste bieten mittlerweile Verschlüsselung an, transparente Sicherheit bietet aber nur ein Dienst auf Open-Source-Basis. Mit der App „Secure Chat“ bietet G Data hochsichere SMS- und Chat-Kommunikation mit Kompatibilität zu anderen Diensten.

Die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass NSA und kooperierende Geheimdienste die Gespräche und Chats von Unternehmen und Privatpersonen verfolgen. Dabei werden nicht nur so genannte Metadaten – also Ort, Zeitpunkt und Teilnehmer – der Unterhaltungen oder Messaging-Dienste gesammelt, die Geheimdienste speichern nach Bedarf auch den Inhalt der Gespräche.

Gerade für das geschäftliche Umfeld stellt dies ein großes Risiko dar. Denn Konstruktionspläne, Kundendaten, Business-Pläne, Chats und alle weiteren sensiblen Informationen in Unternehmen sind bei Cyber-Kriminellen und Spionen begehrt. Daher müssen Firmen wichtige Nachrichten, Grafiken und Dokumente über das Smartphone abhörsicher senden können.

Mit der Messaging-App „Secure Chat“ stellt der deutsche Sicherheitsanbieter G Data künftig einen hochverschlüsselten Dienst bereit, der kompatibel zu anderen Kommunikationsanwendungen ist. Um dies zu gewährleisten, basiert Secure Chat auf dem quelloffenen Axolotl-Protokoll der Non-Profit-Vereinigung Open WhisperSystems.

Dieses Protokoll findet bisher Verwendung in den Apps TextSecure für Android und Secret für iOS. Auch WhatsApp verwendet mittlerweile Axolotl zur verschlüsselten Kommunikation auf Android-Geräten, ist aber nicht zu anderen Diensten kompatibel.

Open-Source-Entwickler sollten zusammenarbeiten

Selbst unter den quelloffenen Systemen gibt es nach wie vor einen großen Wettbewerb. Dabei wäre es dringend nötig, dass die verschiedenen Anbieter ihre Dienste so gestalten, dass sie miteinander kommunizieren können und so eine breite Nutzerbasis ansprechen. Ansonsten ist die kritische Masse an Nutzern, die benötigt wird, um Anwender von den Platzhirschen wie WhatsApp und Facebook wegzulocken, kaum zu erreichen.

„Keiner der Hersteller ist in der Lage, allein eine genügend große Masse für ein einzelnes Land, geschweige denn für eine globale Community an Nutzern zu erreichen. Das können wir nur schaffen, in dem wir unsere Kompetenzen bündeln und die Dienste sich nicht über technische Details, wie ein Protokoll, versuchen zu differenzieren“, sagt Christian Geschkat, Produktmanager für Mobile Sicherheitslösungen bei G DATA.

Ergänzendes zum Thema
 
Über die IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2015

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