Industrie 4.0/Lernlabor Cybersicherheit

Weiterbildung: Cyberattacken vorbeugen

| Autor / Redakteur: Beate Christmann / Peter Schmitz

Eröffnung des Lernlabors Cybersicherheit in Sankt Augustin: Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle bei Fraunhofer; Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Dr. Doris Schnabel, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung; Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer-FKIE. (v.l.n.r.)
Eröffnung des Lernlabors Cybersicherheit in Sankt Augustin: Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle bei Fraunhofer; Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Dr. Doris Schnabel, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung; Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer-FKIE. (v.l.n.r.) (Bild: Fraunhofer-FKIE/Hans-Jürgen Vollrath)

Auf dem Campus Sankt Augustin hat das Lernlabor Cybersicherheit „Hochsicherheit und Emergency Response“ eröffnet. Es ist eines von sechs Lernlaboren der Fraunhofer-Gesellschaft, an denen sich Fach- und Führungskräfte in der Abwehr von Cyberkriminalität weiterbilden können.

Unternehmen an den sicheren Umgang mit vernetzter IT heranzuführen, das ist das Ziel der sechs Lernlabors Cybersicherheit, die die Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland betreibt. Nun haben das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) das gemeinsame Lernlabor Cybersicherheit „Hochsicherheit und Emergency Response“ auf dem Campus Sankt Augustin eröffnet. Hier sollen sich Fach- und Führungskräfte so weiterbilden, dass sie Cyberkriminalität abwehren und aufklären können.

Erkennung, Analyse und Reaktion auf Cyberattacken

Die Bedrohungen durch Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage nehmen rasant zu. Jedes Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft 51 Mrd. Euro Schaden durch Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage. Zunehmend treten auch Angriffe auf kritische Infrastrukturen in den Vordergrund. Das Lernlabor will Unternehmen für den Umgang mit derartigen Zwischenfällen rüsten. „Fach- und Führungskräfte erhalten eine kompakte Qualifizierung zu den Themenfeldern Erkennung, Analyse und Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle“, sagt Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel.

Die Seminare des Lernlabos Cybersicherheit richten sich sowohl an öffentliche Einrichtungen und Behörden als auch an Organisationen, die mit der Abwehr oder der Aufklärung von Computerstraftaten befasst sind. Auch Betreiber von vernetzten IT-Infrastrukturen wie beispielsweise Gebäudeautomationssysteme profitieren von den praxisorientierten Programmen.

Forschung geht direkt in Lehre über

Das Fraunhofer-FKIE und die H-BRS etablieren das Lernlabor in enger Zusammenarbeit. „Wir entwickeln Techniken, Prozeduren und Strategien für den Hochsicherheitsbereich, vor allem für den öffentlichen Geheimschutz und für Betreiber von vernetzten IT-Infrastrukturen in enger Kooperation mit der benachbarten Hochschule“, erläutert Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer-FKIE. „Die Ergebnisse unserer gemeinsamen Forschungsarbeiten kommen der Weiterbildung im Lernlabor Cybersicherheit zugute“, ergänzt Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Den Fokus ihrer gemeinsamen Forschung legen die Wissenschaftler auf effiziente Werkzeuge zur Erkennung von Angriffen und Schadsoftware, die Analyse von und Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle, die Entwicklung von Sicherheitstechnologien für Gebäudeautomation in Smart Buildings sowie die Analyse der Robustheit und die Weiterentwicklung biometrischer Sicherheitsverfahren. Dabei berücksichtigen die Forscher stets den menschlichen Faktor: Der Erfolgsfaktor von Securityprodukten ist ihre Gebrauchstauglichkeit. Funktionsweisen von Sicherheitsverfahren müssen auch für Nichtexperten verständlich sein.

Weiterbilden und IT-Fachkräftemangel vorbeugen

Das Lernlabor in Sankt Augustin ist eines von sechs Lernlaboren Cybersicherheit, die die Fraunhofer-Gesellschaft derzeit an verschiedenen Standorten in Deutschland eröffnet. Ziel der Initiative ist vor allem, die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften in Behörden und Unternehmen zu verbessern und zugleich dem gravierenden Fachkräftemangel im Bereich IT-Sicherheit entgegenzuwirken. Mit einem modularen, berufsbegleitenden Weiterbildungskonzept bringen Fraunhofer-Institute und Fachhochschulen neueste Erkenntnisse aus der Forschung in die Weiterbildungsangebote des Lernlabors Cybersicherheit. Die Teilnehmenden wählen die passenden Bausteine, in denen sie praxistaugliches Security-Know-how erwerben und sich in hochwertigen Laboren mit aktueller IT-Infrastruktur umfassend qualifizieren. Organisation und Steuerung der Lernlabore Cybersicherheit obliegt der Fraunhofer Academy, der Weiterbildungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft.e

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