Windows XP ist tot, ein schnelles Betriebssystem-Upgrade Pflicht!

10 Tipps für die erfolgreiche Migration von Windows XP

Seite: 2/2

Firma zum Thema

6. Datensicherung erst im letzten Moment:

Sichern Sie die Maschinen direkt vor oder nach dem letzten Herunterfahren. Ihre Mitarbeiter erstellen und bearbeiten ständig vorhandene Dokumente und Projekte. Wenn Sie ein System bereits einen Tag vor der Migration sichern, verlieren Sie die Daten eines gesamten Tages. Führen Sie daher ein Backup erst im allerletzten Augenblick vor der Migration durch. Wenn dafür weder Zeit noch Ressourcen zur Verfügung stehen, verwenden Sie zusätzlich ein inkrementelles Backup zum Sichern der zuletzt auf dem System erstellten Daten. Die Option zur inkrementellen Sicherung ist in vielen Backup-Lösungen enthalten. Falls dies in der Software Ihrer Wahl nicht der Fall ist, erhalten Sie eine entsprechende Lösung ab etwa 50 Euro im Handel. Damit können Sie die Aufgabe in weniger als einer Stunde erledigen.

7. Migration als Massen-Prozess:

Verwenden Sie für die Verteilung des neuen Betriebssystems ein Tool für das Massen-Deployment. Wenn Sie mehr als 50 Maschinen betreuen, installieren Sie Windows nicht einzeln. Damit verschwenden Sie wertvolle Zeit. Eine Einzelinstallation dauert mindestens eine Stunde, und bei mehreren (manchmal Hunderten!) von Maschinen bedeutet das mehrere Wochen Installationsarbeit.

Um Zeit und Arbeitsaufwand zu minimieren, erledigen Sie am besten alles auf einmal mithilfe eines Tools für das Massen-Deployment. Dieses Tool kann nachts oder während eines Wochenendes laufen, um die Produktivität der Mitarbeiter nicht einzuschränken. Das Aktualisieren von Hunderten von Maschinen dauert dann oft nicht einmal vier Stunden.

8. Konvertieren Sie das Image in eine virtuelle Maschine:

Konvertieren Sie das Image-Backup von Windows XP mit kostenlosen Tools wie VMware Player oder VirtualBox in eine virtuelle Maschine. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihr altes Windows XP in einer virtuellen Umgebung zu nutzen. Die Software, die Sie vor der Migration für die Erstellung von Systemimages genutzt haben, sollte Sie bei der Konvertierung dieser Backups in ein virtuelles Maschinen-Format unterstützen können.

Dieses Vorgehen erlaubt es auch eine virtuelle Kopie des alten Betriebssystems zu durchstöbern und erleichtert das Auffinden von Dateien, das Überprüfen von Einstellungen und Applikationen oder das Nachschlagen von alten Seriennummern. Dies ist vor allem wichtig bei Seriennummern bzw. Lizenzschlüsseln von Applikationen, die über die Benutzeroberfläche der Software, nicht aber in einer Standarddatei zur Verfügung stehen.

Wenn das Betriebssystem aktualisiert wird und Sie die Applikation erneut installieren, fehlen Ihnen diese Schlüssel-Codes, die Sie zur Nutzung berechtigen. Das stellt ein großes Problem für jedes Unternehmen dar, sobald es auch nur mit einfachen Applikationen wie Word oder PowerPoint arbeitet.

9. Verwenden Sie flexible Recovery-Tools:

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Wiederherstellen von Daten aus Backups, sobald die Daten schließlich auf das neue Betriebssystem umziehen können. Wählen Sie die Software, die Ihnen bei diesem Prozess die größte Flexibilität und einen durchsuchbaren Katalog, eine Suchoption im Windows Explorer und dergleichen mehr bieten kann. Eine Lösung mit zahlreichen Möglichkeiten Daten aufzufinden, sorgt für einen wesentlich reibungsloseren Übergang, sodass Ihr Team vorgegebene Fristen besser einhalten kann. Wenn Sie mit einer Lösung arbeiten, die nur eine Methode anbietet, dauert das Auffinden von Dateien und Applikationen meist länger, und es ist schwieriger, die Teams schnell wieder ins gewohnte Fahrwasser zu bringen.

10. Bewahren Sie die Backups auf:

Auch wenn Sie auf ein neues Betriebssystem umgestiegen sind, heißt das nicht, dass Sie Ihre alen Datensicherungen nicht mehr brauchen. Es kann durchaus sein, dass Sie sie bei einem weiteren Windows-Update erneut benötigen. Speichern Sie also alle Backups auf einer externen Festplatte, in der Cloud oder auch auf Band, aber löschen Sie sie nicht!

Fazit

Viele IT-Verantwortliche glauben, dass ihre Systeme so veraltet sind, dass sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Doch denken Sie daran, dass es völlig gleichgültig ist, ob Sie fünf oder 500 Maschinen migrieren – der Prozess an sich sollte stets der gleiche sein. Folgen Sie den vorher genannten Schritten, und Sie können sicher sein, dass der Migrationsprozess reibungslos abläuft.

Diese Schritte werden Ihnen helfen Datenverluste zu vermeiden sicherzustellen, dass Ihr System und Ihre Daten keinen Sicherheitslücken ausgesetzt sind, für die es keine Patches gibt.

Sandra Adelberger
Sandra Adelberger
(Bild: Acronis)

Falls Sie mit dem Erneuerungsprozess bei Ihrer Backup-Lösung anfangen möchten, werfen Sie doch einen Blick auf die Acronis Webseite. Dort finden Sie sicher die passende Software für Ihre Anforderungen.

Über die Autorin

Sandra Adelberger ist Director Product Marketing bei Acronis.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:42687390)