Sicherheitseinstellungen für Microsoft Azure beachten 10 Tipps für mehr Sicherheit mit Microsoft Azure

Von Thomas Joos

Microsoft Azure bietet zahlreiche Clouddienste und noch mehr Sicherheitsoptionen, mit denen die Sicherheit deutlich verbessert werden kann. In diesem Beitrag geben wir Ihnen 10 Tipps zur besseren Sicherheit in Microsoft Azure.

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Mit diesen 10 Tipps wird die Verwendung von Microsoft Azure sicherer.
Mit diesen 10 Tipps wird die Verwendung von Microsoft Azure sicherer.
(© Connect world - stock.adobe.com)

Microsoft Azure stellt verschiedene Clouddienste zur Datenspeicherung, Analyse oder für virtuelle Ressourcen wie VMs, Datenbanken und vieles mehr zur Verfügung. Wir haben im Beitrag „So wird Microsoft Azure sicher“ bereits einige, grundlegende Tipps für mehr Sicherheit in Microsoft Azure gegeben. Nachfolgend geben wir 10 wichtige Tipps, mit denen die Sicherheit der eigenen Ressourcen in Microsoft Azure weiter verbessert wird.

10 wichtige Tipps für mehr Sicherheit in Microsoft Azure zeigen wir im Video und in der Bildergalerie.

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Tipp 1: Mehrstufigen Sicherheitsansatz berücksichtigen

Um die Sicherheit für Cloud-Ressourcen und vor allem der Daten zu gewährleisten, sollte ein ganzheitliches Sicherheitskonzept vorliegen. Zunächst muss sichergestellt sein, dass die Daten so gespeichert werden, dass nur die Anwender und Anwendungen darauf Zugriff haben, die für die Verwendung vorgesehen sind.

Die Anwendungen, die auf die Daten zugreifen, sollten frei von Sicherheitsrisiken sein und dem neusten Sicherheitsstandard entsprechen. Auch wenn in Azure die Sicherheit maximiert ist, bringt das nichts, wenn die verwendeten Anwendungen Sicherheitslücken aufweisen.

Tipp 2: Restriktive Firewall-Einstellungen nutzen

Unabhängig davon, ob Azure Firewall-Regeln und -Richtlinien genutzt werden, sollten die Regeln, immer so gesetzt werden, dass der Zugriff standardmäßig blockiert wird. Nur die Verbindungen, die tatsächlich produktiv genutzt werden, sollten Sie explizit zulassen. Das macht die Konfiguration zwar komplexer, aber wesentlich sicherer. Generell sollte hier mit Azure Network Security Groups gearbeitet werden. Im Fokus der Einrichtung sollte eine maximale Einschränkung der Kommunikation stehen. Nur nicht vermeidbare Zugriffe von außen sollten gestattet werden.

Tipp 3: Single-Sign-On verwenden

Wenn Anwender von ihren PCs aus auf Microsoft Azure-Ressourcen zugreifen sollen, ist es sinnvoll mit SSO zu arbeiten. Die Anwender meldet sich an ihrem PC an, und erhalten über Single-Sign-On in Azure Active Directory. Mit Single-Sign-On können Anwender dadurch auf Ressourcen in Azure und Microsoft 365 (vormals Office 365) zugreifen, ohne sich jedes Mal erneut anmelden zu müssen und damit Anmeldedaten zu versenden. Durch die Verringerung von Anmeldevorgängen wird die Sicherheit des Zugriffs deutlich erhöht. Arbeiten Anwender mit vielen Ressourcen in Azure, oder besonders häufig mit einigen Ressourcen, ist die Verwendung von Single-Sign-On sehr empfehlenswert. Damit das funktioniert, muss Azure Active Directory mit einer lokalen Active Directory-Gesamtstruktur über Azure AD Connect verbunden werden.

Tipp 4: Benutzeranmeldungen überwachen

Die Anmeldungen der Benutzerkonten an Azure Active Directory und damit an Microsoft Azure sollten regelmäßig überwacht werden. So ist schnell ersichtlich, ob Konten gehackt wurden, oder regelmäßig angegriffen worden sind. In Azure AD sehen Sie im Bereich „Aktivität“ bei „Anmeldungen“, ob Benutzerkonten angegriffen werden.

Wenn Konten angegriffen werden, ist das am Standort der Anmeldung und am Status zu sehen. Sind hier häufig fehlerhafte Anmeldungen aus Ländern festzustellen, aus denen sich der Anwender normalerweise nicht anmeldet, sollten Administratoren aktiv werden. Generell sollten die Zugriffe möglichst blockiert werden. Zusätzlich sollte für den Benutzer das Kennwort geändert, und die Multi-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Die Vorgehensweisen sind im nächsten Tipp zu sehen.

10 wichtige Tipps für mehr Sicherheit in Microsoft Azure zeigen wir im Video und in der Bildergalerie.

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Tipp 5: Benutzerkennwörter ändern, Anmeldungen blockieren

Im Azure-Portal sind bei „Azure Active Directory“ und dann bei „Benutzer“ die einzelnen Benutzer zu sehen. Durch einen Klick auf einem Benutzer sind zunächst die Anzahl der Anmeldungen zu erkennen. Bei „Einstellungen“ kann mit „Bearbeiten“ eingestellt werden, dass die Anmeldung des Benutzers blockiert wird.

Tipp 6: Just-In-Time-Zugriff für VMs nutzen

Bei der Verwendung des Just-In-Time-Zugriffs für VMs können Sie festlegen, dass der Zugriff auf VMs zunächst auf bestimmte Ports und für bestimmte Zeiten begrenzt wird. Die Einstellung ist im Dashboard für virtuelle Computer zu finden, wenn Sie die VM anklicken, und auf „Sicherheit“ klicken. Diese Einstellungen sind auch bei „Einstellungen\Konfiguration“ für VMs zu finden.

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Tipp 7: Azure Bastion verwenden

Wer zahlreiche Server in Microsoft Azure nutzt, sollte sich den Einsatz von Azure Bastion einplanen. Der Dienst sichert Zugriff per SSH und RDP aus dem Internet ab. Im Gegensatz zu direkten Verbindungen per SSH oder RDP, werden die Verbindungen über Azure Bastion geroutet und abgesichert.

Tipp 8: Advanced Data Security für Datenbanken buchen

Beim Erstellen von Datenbanken, lässt sich noch Azure Data Security aktivieren. Mit diesem Dienst werden SQL-Datenbank in Azure zusätzlich geschützt. Advanced Data Security ist ein zusätzliches Paket für erweiterte SQL-Sicherheitsfunktionen. Der Dienst ist für Azure SQL Database, Azure SQL Managed Instance und Azure Synapse Analytics verfügbar. Potenzielle Datenbankschwachstellen und das Erkennen anomaler Aktivitäten gehören unter anderem zu den Funktionen.

Tipp 9: Advanced Threat Protection für Speicherkonten einbinden

Speicherkonten sind ein zentrales Element, da hier die meisten Daten aus SQL-Datenbanken, VMs und von anderen Ressourcen gespeichert werden. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, hier mit besonderer Sicherheit zu arbeiten. Durch die Aktivierung von Advanced Threat Protection für Azure Storage werden die Speicherkonten durch Azure Advanced Azure Protection geschützt.

Tipp 10: Firewall für virtuelle Netzwerke einbinden

Nicht für alle virtuelle Netzwerke wird automatisch eine Firewall aktiviert, oder Netzwerksicherheitsgruppen genutzt. In virtuellen Netzwerk-Einstellungen steht dazu der Menüpunkt „Firewall“ zur Verfügung. Über diesen lasen sich Firewalls und die entsprechenden Regel für das virtuelle Netzwerk definieren.

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