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IP-basierte Videoüberwachungsprojekte zum Analog-Preis 10 Tipps, wie Videoüberwachungsprojekte im Kostenrahmen bleiben

| Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Videoüberwachung über das Netzwerk ist ein Grundbaustein zu einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept. Controlware hat die zehn wichtigsten Punkte zusammengefasst, die beachtet werden sollten, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.

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Gegenüber IP-basierten Kameras entwickeln sich analoge Modelle bei der Videoüberwachung zum höheren Kostenfaktor.
Gegenüber IP-basierten Kameras entwickeln sich analoge Modelle bei der Videoüberwachung zum höheren Kostenfaktor.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Argument, das immer wieder gegen die Integration der Videoüberwachung ins Unternehmensnetz ins Feld geführt wird, ist der günstigere Preis analoger Systeme. Dass aber auch IP-basierte Videoüberwachungslösungen nicht teuer sein müssen und dass die Kosten durchaus vergleichbar sind, haben Experten bei Controlware festgestellt. Bei der Projektierung müssen jedoch die vorhandenen Einsparpotenziale der IP-Technologie in allen Phasen ausgeschöpft werden.

Hier die zehn wichtigsten Tipps für kostenschonende, IP-basierte Videoüberwachungsprojekte:

1. Vorhandenes Netz nutzen

Der IP-Standard eröffnet Ihnen zahllose Integrationsoptionen. Setzen Sie auf vorhandene LANs, WANs, WLANs und Anwendungen, um die Kosten zu senken, und verankern Sie die Videoüberwachung nahtlos in den IT-Prozessen.

2. Integration in das Facility Management

IP-basierte Videoüberwachung sollten mit vorhandenen Facility-Management-Lösungen wie Zugangskontrollen oder Brandschutz- und Brandmeldesystemen verzahnt werden. Ergebnis sind effizientere Abläufe in der physikalischen Sicherheit, die sich rasch bezahlt machen.

3. Herstellerunabhängig einkaufen

Beim Kamera-, Server- oder Storage-Equipment sind viele herstellerübergreifende Produkte erhältlich. Aufgrund des großen Wettbewerbs sind dabei selbst hochwertige IP-Systeme zu günstigen Konditionen am Markt.

4. Vorhandenes Storage-Equipment nutzen

Aufzeichnungen IP-basierter Videoüberwachung lassen sich in der Regel in der vorhandenen Storage-Umgebung speichern. Oft genügt es, das SAN um einige günstige RAID-Arrays zu erweitern. Auch Storage-Dienste wie Backup und Datenmanagement stehen für die Archivierung der Videodaten zur Verfügung.

5. Speicherbedarf optimieren

Neue Komprimierungsverfahren können den Speicherbedarf von Videodaten nachhaltig senken. Schon der Wechsel von MPEG4 auf den Standard H.264 reduziert den Speicherplatz um 30 bis 70 Prozent.

6. Bildraten verringern

Senken Sie die Bildraten Ihrer IP-Kameras von den voreingestellten 25 Frames pro Sekunde (F/s) auf 5 bis 12,5 F/s. So benötigen Sie weniger Speicherplatz und weniger Server zur Kamerasteuerung. Als Richtwert: Bei 25 F/s ist für je 150 Kameras ein Steuer-Server nötig. Bei 5 F/s schafft jeder Server schon 250 Kameras.

7. Vorsicht bei Lizenzvereinbarungen

Kamera-Lizenzen sind einer der größten Einzelposten bei IP-Überwachungsprojekten. Achten Sie darauf, dass Ihr Lizenzmodell nicht an die Kamera-Hardware gebunden ist. Das garantiert Kostentransparenz für die gesamte Laufzeit der Installation und stellt einen kostenlosen Austausch defekter Kameras sicher.

8. IP vereinfacht Compliance

Compliance- und Datenschutzvorgaben fordern die fälschungssichere Kennzeichnung und revisionssichere Archivierung von Videodaten. IP-Kameras können Bilder schon bei der Aufnahme mit Wasserzeichen kennzeichnen. Die Archivierung lässt sich in der Regel über vorhandene Tools revisionssicher abwickeln. Anders als bei analogen Lösungen erübrigt sich teures Zusatz-Equipment.

9. Power over Ethernet nutzen

Achten Sie darauf, dass Ihre IP-Kameras Power over Ethernet unterstützen! Eine separate Stromversorgung und eine USV wird dadurch überflüssig. Gerade bei Neueinrichtungen verringert dies den Installationsaufwand erheblich.

10. RAID als günstiger Redundanz-Option

Ausfallsicherheit erreichen analoge Umgebungen nur, wenn jeder DVR-Rekorder redundant ausgelegt wird. Im IP-basierten SAN lassen sich RAID-Arrays über iSCSI direkt am Backbone betreiben. So erhalten Sie Ausfallsicherheit ohne zusätzliche Investitionen.

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