Vodafone-Kunden können online prüfen, ob ihre Daten gestohlenen wurden

2 Millionen Datensätze bei Vodafone entwendet

| Redakteur: Harry Jacob

Adress- und Bankdaten von zwei Millionen deutschen Kunden wurden bei Vodafone entwendet.
Adress- und Bankdaten von zwei Millionen deutschen Kunden wurden bei Vodafone entwendet. (Bild: Vodafone)

Ein Täter mit Insider-Wissen soll sich bei Vodafone Zugriff auf einen Server mit Kundendaten verschafft haben. Es sei ihm gelungen, Datensätze mit Adresse und Kontonummern zu stehlen. Passwörter und Kreditkarten-Daten seien dagegen nicht betroffen.

Mobilfunk-Provider Vodafone Deutschland hat einen Einbruch in seine IT-Systeme öffentlich gemacht. Der Grund: Zwei Millionen Datensätze von Vodafone-Kunden wurden gestohlen. Sie werden derzeit per Brief angeschrieben und über den Vorfall informiert. Daneben ruft Vodafone aber auch über die Medien zur Vorsicht auf. Denn möglicherweise sollen durch Phishing-Attacken diejenigen Daten erlangt werden, die dem Täter bislang fehlen.

Laut Vodafone umfassen die gestohlenen Datensätze folgende Informationen:

  • Name,
  • Adresse,
  • Geburtsdatum,
  • Geschlecht,
  • Bankleitzahl und
  • Kontonummer.

Nicht betroffen

Folgende Angaben seien dagegen von dem Angriff nicht betroffen:

  • Kreditkarten-Daten,
  • Passwörtern,
  • PIN-Nummern,
  • Mobiltelefonnummern oder
  • Verbindungsdaten.

Trotzdem mahnt Vodafone zu besonderer Vorsicht bei möglichen Telefon- oder E-Mail-Anfragen, in denen Kunden zur Herausgabe von persönlichen Informationen wie Passwörtern oder Kreditkartendaten aufgefordert werden. Der Provider betont, er stelle solche Anfragen grundsätzlich nicht. Ferner sollten Kunden ihre Kontoauszüge regelmäßig überprüfen und bei Unregelmäßigkeiten umgehend ihre Bank kontaktieren.

Hier beim Vodafone-Support können Sie prüfen, ob Sie zu den betroffenen Kunden gehören, deren Daten gestohlen wurden. Dazu müssen Sie die Kontodaten der Bankverbindung eingeben, bei der Vodafone die Rechnungsbeträge abbucht.

Weitere Tipps, zum Beispiel zu den Fragen „Wie kann ich mich wirksam vor Identitätsdiebstahl schützen?“ und „Was kann ich tun, wenn ich Opfer eines Identitätsmissbrauchs geworden bin?“, gibt das Unternehmen online in seiner Vodafone-Kundeninformation.

Aus taktischen Gründen abgewartet

Nach den Informationen, die Vodafone heute bekannt gab, wurde der Einbruch in die IT-Systeme bereits am 5. September bemerkt und sofort unterbunden. Die Ermittlungsbehörden hätten darum gebeten, den Vorfall zunächst nicht öffentlich zu machen. Inzwischen konnte ein Tatverdächtiger identifiziert werden. Bei ihm sei inzwischen auch eine Hausdurchsuchung erfolgt.

Aufgrund der Art des Einbruchs müsse der Täter Insiderwissen gehabt haben, so Vodafone. Der Angriff habe „tief versteckt in unserer IT-Infrastruktur“ stattgefunden. Ob ein Mitarbeiter an dem Vorfall beteiligt war, könne man derzeit noch nicht sagen. Man werde aber alles daran setzen, die Kundendaten künftig noch besser zu schützen.

Laut Medienberichten soll der Tatverdächtige sein Insiderwissen als Mitarbeiter eines Service-Unternehmens, das für Vodafone tätig ist, erlangt haben. Dadurch habe er zumindest auf einen Server zugreifen können.

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