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Studie zeigt Handlungsbedarf für deutsche Unternehmen 4,2 Mrd. Euro Schaden durch Industriespionage

Redakteur: Peter Schmitz

Durch Industriespionage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Schaden von 4,2 Mrd. Euro. Das belegt die Studie "Industriespionage 2012" von Corporate Trust, einer Unternehmensberatung für Sicherheitsdienstleistungen.

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Kriminelle haben es bei der Industriespionage vor allem auf Daten aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions und Produktion abgesehen.
Kriminelle haben es bei der Industriespionage vor allem auf Daten aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions und Produktion abgesehen.

Die heute veröffentlichte Studie "Industriespionage 2012" (pdf) von Corporate Trust zeigt alarmierende Zahlen, so entsteht der deutschen Wirtschaft durch Industriespionage jährlich ein Gesamtschaden von ca. 4,2 Milliarden Euro.

Die Daten wurden unter circa 600 vorwiegend mittelständischen Unternehmen erhoben und belegen, dass das Bedrohungspotential durch kriminelle Handlungen im Internet in den vergangenen Jahren um 50 % gestiegen ist (siehe Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007 (pdf)). Dabei beklagen inzwischen 82,8 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen und finanzielle Schäden in Millionenhöhe.

Im Fokus der Informationsdiebe sind die Bereiche Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions, Produktion, Personal sowie vertrauliches Wissen der Geschäftsleitung. Bei vielen Fällen von Industriespionage spielt die gezielte Informationsweitergabe durch eigene Mitarbeiter oder externe Geschäftspartner eine entscheidende Rolle. Häufige Folgen sind Rechtsstreitigkeiten und Imageschäden, die von mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen beklagt werden. Diese Umstände haben immerhin mehr als die Hälfte der Unternehmen dazu gebracht, den Schutz vertraulicher Inhalte zur Chefsache zu erklären. Größere Unternehmen haben häufig auch einen Chief Information Security Officer (CISO) etabliert.

Unternehmen stufen mobile Geräte, Mitarbeiter und Outsorcing als Hauptrisiken ein

Christian Schaaf, Geschäftsführer Corporate Trust meint dazu „Als häufigstes Risiko betrachten die Unternehmen die zunehmende Verwendung mobiler Geräte wie Tablets und Smartphones, gefolgt von der fehlenden Sensibilität der eigenen Mitarbeiter im Umgang mit vertraulichen Daten. Auch das zunehmende Outsourcing von Dienstleistungen und der zunehmende Einsatz von Cloud-Services werden als Bedrohungen der Zukunft eingeschätzt.“

Zu den bereits etablierten Sicherheitsmaßnahmen zählen bei fast der Hälfte aller Unternehmen vertragliche Vereinbarungen zur Geheimhaltung bzw. Vertraulichkeit mit externen Geschäftspartnern, 46,4 Prozent haben eine Sicherheits-Policy mit klaren Regeln für den Informationsschutz. Bisher beziehen 7,5 Prozent externe Partner über eine technische Möglichkeit wie Document Compliance Management-Lösungen in die Sicherheits-Policy mit ein, Tendenz steigend.

Peter Weger, CEO der Brainloop AG kommentiert die Ergebnisse so: „Die Studienergebnisse beweisen uns, dass wir mit unserer web-basierten Lösung zum sicheren und regelkonformen Umgang mit vertraulichen Dokumenten einen stark expandierenden Markt bedienen. Es ist sehr erfreulich, dass das Bewusstsein unter den Verantwortlichen im Unternehmen für die verschiedenen Szenarien des Informationsabflusses stark gestiegen ist. Auch die vermehrt eingesetzten iPads haben wir einer „Device Policy“ folgend in die Sicherheitszone der Brainloop-Lösung integriert, so dass sie zukünftig zentral auf dem Server freigeschaltet werden können. Die Sicherheit der Offline-Dokumente wird durch dieses Vorgehen adäquat hochgehalten, was ein zentrales Anliegen der Studie beantwortet.“

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