Was es bei der Speicherung von Überwachungsdaten zu beachten gilt

7 Empfehlungen für die 360°-Überwachung

| Autor / Redakteur: Jermaine Campbell, Sales Manager North Europe, Western Digital / Rainer Graefen

Mit der steigenden Zahl an Überwachungskameras werden auch die Überwachungssysteme zunehmend komplexer.
Mit der steigenden Zahl an Überwachungskameras werden auch die Überwachungssysteme zunehmend komplexer. (Bild: © richman21-stock.adobe.com_134667475)

Wann immer eine Nachricht internationale Aufmerksamkeit verspricht, machen sich Journalisten auf der ganzen Welt auf die Jagd nach Aufzeichnungen von Überwachungskameras; ganz gleich, wie isoliert das Ereignis auch sein mag. Global betrachtet kommt im Durchschnitt auf 29 Menschen eine installierte Kamera, oder anders ausgedrückt: 230 Millionen Kamera überwachen die Welt.

Daher überrascht es nicht, wie oft hartnäckige Journalisten, Ermittler oder einzelne Bürger tatsächlich auf verwendbares Videomaterial stoßen. Es wird sogar geschätzt, dass in hoch entwickelten Ländern wie den USA oder Großbritannien eine Kamera auf elf Personen kommt. Eine derart hohe Zahl an Videoüberwachungssystemen, die im Dauerbetrieb sind, erzeugt eine riesige Menge an Rohdaten. Laut einem Bericht der Marktforscher von HIS produzierten alle im Jahr 2015 neu installierten Videoüberwachungssysteme allein an einem Tag 566 Petabyte an Daten.

Auf die richtige Festplatte kommt es an

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Videoüberwachungssystemen werden auch Verbraucher immer wieder nach „den besten“ Produkten fragen, die sie kennen, etwa Kameras und Überwachungssoftware. Dabei werden sie sich möglicherweise noch keine Gedanken über den am wenigsten greifbaren – aber genauso wichtigen – Punkt gemacht haben, wie die aufgezeichneten Daten gespeichert werden.

So sind viele Systeme nicht auf die ununterbrochene Aufzeichnung von HD- oder Full HD-Videos durch mehrere Kameras ausgelegt, sondern laufen nach wie vor mit Festplatten, die nicht speziell auf die besonderen Anforderungen moderner Überwachungssysteme ausgelegt sind. Ein für Überwachungssysteme entwickeltes Laufwerk sollte in der Lage sein, den erforderlichen Workload zu meistern, um das Risiko von Fehlern und Frame-Verlusten zu minimieren.

Überhitzung vermeiden

Die Laufwerke sollten energieeffizient sein, dabei niedrige Temperaturen erzeugen und weniger fehleranfällig sein. Überhitzung wirkt sich nachteilig auf den Lese- und Schreibprozess in einem Überwachungssystem aus und reduziert die Lebensdauer eines Laufwerks. Zwar fallen die Kosten für ein auf Überwachungssysteme entwickeltes Laufwerk zunächst höher aus, Unternehmen können jedoch von der verbesserten Leistung und Zuverlässigkeit profitieren.

Ein durchschnittliches Desktop-Laufwerk hat einen Strombedarf von 6 bis 8 Watt, während ein Laufwerk für Überwachungssysteme, wie das WD Purple Surveillance Hard Drive, lediglich 3 bis 5 Watt benötigt. Die richtige Speicherlösung für die Videoüberwachung bietet hohe Leistung, Effizienz und Kapazität, die rauen Außenbedingungen gewachsen sind. Die Frage ist jedoch, woran die Unterschiede zu erkennen sind?

Es gibt verschiedene Aspekte, die es bei der Wahl eines Laufwerks für Überwachungszwecke zu beachten gilt:

  • Ununterbrochener Betrieb: Ein Überwachungssystem läuft oft rund um die Uhr. Die Festplatte sollte für hohe Schreibzyklen entwickelt und getestet worden sein. Ein Desktop-Laufwerk ist normalerweise auf einen Betrieb von acht Stunden an Arbeitstagen ausgelegt, eine Festplatte zur Videoüberwachung wurde für einen 24-Stunden-Betrieb entwickelt.
  • Zuverlässige Leistung: Einige Laufwerke, wie die der Purple-Surveillance-Hard-Drive-Familie von WD, verfügen über eine spezielle Technologie (in diesem Fall AllFrame 4K™ Technologie), welche die Wiedergabeleistung verbessert und Fehler sowie Frame-Verluste verhindert.
  • RAID-fähig: Damit sich Ihr Kunde beruhigt zurücklehnen kann, suchen Sie vielleicht nach einem RAID-fähigen Laufwerk. Ein hierfür ausgelegtes System kann zwei oder mehr Festplatten nutzen, um Redundanz bei einem Laufwerksausfall zu schaffen und dafür zu sorgen, dass die Bildaufnahme nicht unterbrochen wird, sollte eine Festplatte nicht mehr arbeiten. Betriebsunterbrechungen und das Risiko für Datenverlust werden somit reduziert.
  • Geringer Stromverbrauch: Auch wenn ein geringer Stromverbrauch nicht ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen mag, so ist dieser doch für den Dauerbetrieb ausschlaggebend. Einige Laufwerke zeichnen sich durch einen geringeren Stromverbrauch aus, was mehr Zuverlässigkeit schafft und den Geldbeutel des Kunden schont.
  • Unterstützung einer Vielzahl von Kameras: Ein NVR-System ist auf Skalierbarkeit mit einer großen Zahl von IP-Kameras ausgelegt und benötigt daher wahrscheinlich mehr Speicher. 4K-Videoaufnahmen produzieren mehr Daten als Standardauflösungen, wodurch der Workload deutlich erhöht wird und mehr Daten pro Sekunde auf die Festplatte geschrieben werden. Laufwerke für Überwachungssysteme sind mit bis zu 10 TB erhältlich, um längere Speicherzeiträume zu ermöglichen und höhere Workloads zu meistern.
  • Unterstützung einer Vielzahl von System-Bays: Fügen Sie mehrere Laufwerke einem System hinzu, kommt es zu mehr Vibrationen im Gehäuse, was in der Natur von drehenden Festplatten liegt. Das richtige Laufwerk verfügt über die Technologie, um systembedingten Vibrationen entgegen zu wirken, wodurch die Laufwerksleistung aufrecht erhalten wird.
  • Umfassende Systemkompatibilität: Es gibt Software-Unterschiede und Abweichungen beim internen Gehäuse-Design, was Probleme sowohl beim Einbau in Systemen mit mehreren Festplatten als auch beim Erreichen der vollständigen Kapazität bereiten kann. Halten Sie nach Festplatten Ausschau, die mit den von Ihnen genutzten DVR- und NVR-Produkten kompatibel sind.

Aufgrund der Bedeutung von Storage in Überwachungssystemen, kann es hilfreich sein, einen Kapazitätsrechner zu nutzen, um das für Sie passende Laufwerk und die richtige Kapazität zu finden.

Mit der steigenden Zahl an Überwachungskameras werden auch die Überwachungssysteme zunehmend komplexer. Serviceanbieter sollten alle zur Wahl stehenden Optionen kennen und sichergehen, dass sie zu erstklassigem Support raten, um die Vorstellungen ihrer Kunden bezüglich Zuverlässigkeit, Preis und Leistung erfüllen zu können.

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