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Was Unternehmen bei der Anschaffung einer modernen Datensicherung berücksichtigen sollten

7 Tipps für die richtige Backup-Lösung in virtualisierten Umgebungen

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5. Setzen Sie auf Snapshot-basierte Wiederherstellung

Die Wiederherstellung von Dateien oder Dateisystemen beansprucht oft zu viel Zeit, ist komplex und nicht selten sogar fehlerhaft. Sie sollten ein Produkt wählen, das plattenbasierte Snapshots ermöglicht. Mit Snapshots wird ein Image der Daten zum aktuellen Zeitpunkt in einem systemeigenen Format erstellt. So sind verlorene Dateien leicht aufzufinden, da die Snapshots katalogisiert und durchsucht werden können. Jedoch nutzen derzeit lediglich 25 Prozent der Unternehmen ein Snapshot-basiertes Verfahren (UBM TechWeb Survey 2011 – „Why is Backup Broken?“). Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Snapshot meist auf dem primären Speicher liegt, was auf Dauer kostspielig ist. Daher sollten sie möglichst Lösungen in Betracht ziehen, die Snapshots auf den sekundären Speicher verlagern, damit Geschwindigkeit und Performance des Primärspeichers unangetastet bleiben.

6. Achten Sie bei der Implementierung auf ein flexibles und kompatibles System

Bei der Implementierung spielt die Flexibilität eine große Rolle. Eine Backup-Lösung sollte sich einfach in die bestehende IT-Infrastruktur implementieren lassen, mit allen vorhandenen Speicherlösungen (wie z.B. Tape) und zukünftigen Optionen klarkommen und natürlich skalierbar sein.

Außerdem sollte sie sowohl ein agentenbasiertes Backup als auch eine Sicherung ohne Agenten erlauben. Denn bei der agentenbasierten Lösung benötigen Sie pro virtuelle Maschine einen Agenten und damit eine Datensicherungslizenz. Dies kann nicht nur kostspielig werden, der gesamte Backup-Prozess ist auch sehr komplex.

Bei einer agentenlosen Sicherung wird die Sicherung dagegen vom Host vorgenommen. Es wird einfach ein Snapshot der kompletten virtuellen Maschine erstellt und abgelegt. Diese kann im Recovery-Fall schnell wieder nachgebildet werden – ein einfaches und hochverfügbares Prinzip.

Allerdings kann diese „Momentaufnahme“ einer VM keine konsistente Wiederherstellung von Anwendungen garantieren, zumindest nur über recht komplexe Umwege. Müssen verstärkt Anwendungen gesichert werden, ist ein agentenbasiertes Backup die bessere Alternative. Schauen Sie sich daher nach einer Lösung um, die beide Optionen bietet.

7. Vergleichen Sie die Lizenzierungsmodelle

Das Einholen mehrerer Angebote ist gerade bei der Virtualisierung sehr wichtig. Selbst bei ein und demselben Anbieter ist es möglich, dass Sie unterschiedliche Lizenzierungsangebote mit starken Preisunterschieden erhalten.

Richten Sie sich nicht nur nach der aktuellen Situation, wenn Sie nach der günstigsten Variante suchen, sondern auch nach dem Bedarf in der Zukunft. Sie sollten sich daher vorher genau überlegen, wie sich die IT-Landschaft ihres Unternehmens in den kommenden zwei bis drei Jahren entwickeln wird.

Danach können Sie dann das für Sie günstigste Angebotsmodell aussuchen – sei es die Abrechnung pro Server, pro virtuelle Maschine oder nach Kapazität. Gerade das letzte Modell kann sich für viele Unternehmen sehr lohnen, denn nichts ist schneller, als gerade im Rahmen der Server-Virtualisierung ein paar neue Maschinen anzulegen, ohne dass sich die Datenmenge wesentlich ändert.

*Mario Werner, Senior Manager of Data Protection Sales, EMEA, Syncsort

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