Suchen

Supportende für Windows Server 2003 Ablösung schützt vor Rechtsunsicherheit

| Autor / Redakteur: Moritz Müller / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Am 14. Juli dieses Jahres endete der Support für den betagten Windows Server 2003. Der Hersteller Microsoft und zahlreiche IT-Experten empfehlen deshalb, möglichst bald auf neuere Systeme zu migrieren.

Nach 12 Jahren will Microsoft Windows Server 2003 endlich in den Ruhestand schicken.
Nach 12 Jahren will Microsoft Windows Server 2003 endlich in den Ruhestand schicken.
(Bild: Oleksiy Mark - Fotolia.com)

Genau wie im Consumer-Markt mit Windows XP scheint Microsoft im B2B-Markt sein Windows Server 2003 nicht kleinzukriegen. Eine im Januar 2015 unter den Mitgliedern der Spicework-Netzwerks ausgeführte Studie zeigt, dass 86 Prozent der Befragten noch Windows Server 2003 einsetzen. Spicework ist eine Community, die aus über zwei Millionen IT-Verantwortlichen kleiner und mittelständischer Unternehmen besteht.

Dabei steht es außer Frage, dass die Ablösung von Windows Server 2003 unumgänglich ist. Das Ende des Supports erfolgt zwölf Jahre nach Einführung des Betriebssystems – und damit aller Editionen von Windows Server 2003, Windows Server 2003 R2 und den Microsoft Small Business Server (SBS) 2003. In diesen zwölf Jahren ist mit dem Wechsel von 32-Bit auf 64-Bit und modernen CPUs technisch viel passiert.

Rechtssicherheit durch moderne Infrastruktur

Eine Migration von dem veraltetem Windows Server 2003 auf neuere Betriebssysteme sorgt nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch mehr Rechtssicherheit. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) etwa verlangt, schützenswerte Daten vor Weitergabe in geeigneter Form zu verarbeiten und damit vor Manipulation und unzulässiger Nutzung zu schützen.

Zwar gibt es in Deutschland keine Upgrade-Verpflichtung, dennoch ist die Geschäftsführung verantwortlich, wenn Daten aufgrund überholter Systeme und damit einhergehender Inkompatibilität verloren gehen oder verfälscht werden.

Laufen auf dem veralteten Betriebssystem geschäftsrelevante Anwendungen wie E-Mail-Verkehr, CRM- und ERP-Systeme, Buchhaltung oder Lagerwirtschaft, die für den Jahresabschluss relevante Daten erzeugen, besteht die Gefahr der Verfälschung des Jahresabschlusses. Des Weiteren können nach den Datenschutzgesetzen zu schützende Daten oder Geschäftsgeheimnisse verloren gehen. Ein weiteres Beispiel: Wird der PCI-Standard (Payment Card Industry) nicht eingehalten, können Visa und MasterCard die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen einstellen.

(ID:43514548)