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Bitdefender-Studie zu „Battery Doctor“ und anderer Malware Aggressive Adware- und Malware-Apps für Android

Redakteur: Stephan Augsten

Während Malware-und Adware-Apps für Android florieren, scheinen sich die Nutzer des mobilen Betriebssystems nicht um ihre Sicherheit zu sorgen. Um das Gefahrenpotenzial unter Android besser einschätzen zu können, hat Bitdefender neun Monate lang die Risiken analysiert.

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Android-Geräte werden zunehmend zur Zielscheibe für getarnte Malware und Adware.
Android-Geräte werden zunehmend zur Zielscheibe für getarnte Malware und Adware.
(Bild: fotostar - Fotolia.com)

Malware und aggressive Adware sind unter Android-Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz die meistverbreiteten Bedrohungen. Dies fanden die Antivirus-Experten von Bitdefender im Rahmen einer neunmonatigen Studie heraus.

Besonders weit konnte sich von Januar bis Juli 2012 der Trojaner FakeDoc.A verbreiten. Unter dem Namen „Battery Doctor“ tarnte sich die Malware als App zur Optimierung der Akkulaufzeit. In Wahrheit diente sie zum Ausspähen wichtiger Informationen wie Geräte- und Handynummern oder E-Mails. Im Juni fand sich die Malware auf fast zwei Drittel aller von Bitdefender geprüften Android-Geräte.

Im Juli 2012 nahmen die Infektionen durch den „Battery Doctor“ jedoch ab. Die Cyber-Kriminellen konzentrierten sich fortan vermehrt auf Geräte mit dem Android-OS Gingerbread. Infolge dessen verbreitete sich der Android-Trojaner GingerMaster.AU, der laut Bitdefender fast 40 Prozent aller „Androiden“ infizieren konnte. Der Trojaner tarnte sich als Tool-Sammlung beliebter Android-Apps und verhielt sich letztlich ähnlich wie der „Battery Doctor“.

Apps mit aggressiver Adware erzielten Bitdefender zufolge ebenfalls im Juli die höchste jemals gemessene Erkennungsrate. Während Mulad.A unter allen Samples mit einer Rate 73,43 Prozent „glänzen“ konnte, belegte im September die Adware Plankton.A mit einer Erkennungsrate von 63,96 Prozent den ersten Platz.

Apps mit aggressiver Adware können beispielsweise die Standard-Homepage des Nutzers verändern, Verknüpfungen auf dem Bildschirm erstellen und mehr Pop-ups als üblich anzeigen. „Apps von Marktplätzen Dritter sind weiterhin der Hauptüberträger dieser Infektionen“, warnt Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender. Dies zeige, dass Android-Nutzer sich der Sicherheitsprobleme noch immer nicht bewusst sind.

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