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Deutschland rutscht im internationalen Vergleich ab

Akamai veröffentlicht „State-of-the-Internet“-Report

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Insgesamt liegen die Werte der weltweiten durchschnittlichen maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten erneut weit auseinander: Sie reichen von 98 Mbit/s in Singapur bis zu 3,3 Mbit/s im Iran.

Darüber hinaus enthält der Akamai-Bericht auch Angaben zu Verbindungen mit "Breitband"-Geschwindigkeit im Mobilfunk, das heißt mit mehr als 4 Mbit/s. Mit einem Breitbandanteil von 94 Prozent hat hier Schweden die weltweite Führungsposition vor Dänemark übernommen.

Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,7 Mbit/s rutscht Deutschland im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 international um drei Plätze ab und belegt nun Rang 31. EMEA-weit liegt die Bundesrepublik auf Platz 16, für die DACH-Region bedeutet dies erneut den dritten und letzten Rang; der Jahreszuwachs lag aber immerhin bei 15 Prozent.

Spitzenreiter in EMEA und damit auch der DACH-Region ist wie schon im letzten Quartal die Schweiz, global liegt das Land an Position 4. Die Schweiz erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,5 Mbit/s, was einem Jahreszuwachs von 25 Prozent entspricht. Österreich erzielte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 10,4 Mbit/s (Jahreszuwachs: 6,6 Prozent), womit die Alpenrepublik international auf dem 20. und EMEA-weit auf dem 13. Platz landet.

Auch bei den durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten führt in der DACH-Region die Schweiz mit 54,4 Mbit/s und einem jährlichen Zuwachs von 42 Prozent vor Österreich, dessen durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit bei 40,4 Mbit/s lag. Mit einem Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnte sich Deutschland auf 39,2 Mbit/s verbessern, allerdings wurde hier im zweiten Quartal 2014 ein Wert von 41,8 Mbit/s erreicht.

Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,7 Mbit/s landet Deutschland im internationen Vergleich nur auf Platz 31.
Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,7 Mbit/s landet Deutschland im internationen Vergleich nur auf Platz 31.
(Bild: Akamai)

Mehr schnelle Breitbandverbindungen

Verbindungen, die schneller als 10 Mbit/s laufen, definiert der Akamai-Report als High-Broadband-Verbindungen. In Deutschland war dies im dritten Quartal 2014 bei nahezu einem Viertel (23 Prozent) aller Verbindungen der Fall, was ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Platz 18 in der EMEA- und den letzten Platz in der DACH-Region bedeutet.

Österreich kam auf einen High-Broadband-Anteil von 28 Prozent (Jahreszuwachs 14 Prozent). Beim EMEA- und DACH-Spitzenreiter Schweiz hatte mehr als die Hälfte aller Verbindungen (54 Prozent) High-Broadband-Qualität, das entspricht einem Jahresplus von 39 Prozent.

Auch im Hinblick auf die 4K-Readiness liegt die Schweiz EMEA- und DACH-weit auf dem ersten Platz. Nahezu ein Drittel aller Verbindungen (30 Prozent) und damit 61 Prozent mehr als im Vorjahr ist in der Schweiz "4K-ready". Auf Platz zwei der DACH-Region (EMEA-Rang 13) landet Österreich mit einer 4K-Readiness-Rate von 15 Prozent und einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 22 Prozent.

In Deutschland (EMEA-Platz 19) erreichten lediglich 9,1 Prozent aller Verbindungen die nötige Bandbreite, immerhin konnte die Bundesrepublik damit aber ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

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