Deutschland rutscht im internationalen Vergleich ab

Akamai veröffentlicht „State-of-the-Internet“-Report

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Bei allen untersuchten Ländern konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal bessere Werte registriert werden. Die größten Wachstumsraten konnten dabei Portugal (214 Prozent) und Rumänien (179 Prozent) verzeichnen.

Der meiste Attack Traffic stammt laut Akamai aus China.
Der meiste Attack Traffic stammt laut Akamai aus China. (Bild: Akamai)

Attack Traffic: China bleibt zentraler Ausgangspunkt

Akamai hat ein Netzwerk aus stillen Software-Agenten. Sie sind über das ganze Internet verteilt und loggen Verbindungsversuche, die von Akamai als "Attack Traffic" eingestuft werden. Anhand der von den Software-Agenten gesammelten Daten kann Akamai erkennen, aus welchen Ländern der meiste Attack Traffic stammt und welche Ports am häufigsten ins Visier genommen werden. Dabei ist ein anhand der IP-Adresse identifizierbares Ursprungsland nicht unbedingt auch der Urheber des Angriffs.

Im Verlauf des dritten Quartals 2014 identifizierte Akamai 201 Länder oder Regionen, aus denen der Attack Traffic stammte – und damit 40 mehr als im zweiten Quartal 2014. An der Spitze der Negativliste steht mit einem Anteil von 49 Prozent am gesamten Attack Traffic erneut China. An zweiter Stelle folgen die USA mit 17 Prozent. Der Attack Traffic, der sich gegen die Ports 80 (HTTP/WWW), 443 (HTTPS/SSL) und 880 (HTTP Alternate) richtete, ist im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Port 23 (Telnet) blieb das populärste Ziel von Attacken, die ihren Ursprung in China haben.

Die Anzahl der DDoS-Angriffe blieb im Vergleich zum Q2 2014 unverändert.
Die Anzahl der DDoS-Angriffe blieb im Vergleich zum Q2 2014 unverändert. (Bild: Akamai)

DDoS-Angriffe: Keine Veränderung in der EMEA-Region

Zusätzlich zum erfassten Attack Traffic enthält der Bericht auch Informationen zu DDoS-Angriffen (Distributed-Denial-of-Service), die von Akamai-Kunden gemeldet wurden. Im dritten Quartal 2014 gab es wie im zweiten Quartal 270 DDoS-Angriffe.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das einen Rückgang von 4 Prozent. In der EMEA-Region gab es praktisch keine Veränderung. Wurden im Vorjahresquartal 45 Angriffe gemeldet, waren es in diesem Quartal 44.

IPv4 und IPv6: Zahl der IPv4-Adressen wächst

Im dritten Quartal 2014 stellten mehr als 790 Millionen IPv4-Adressen aus 246 Ländern und Regionen eine Verbindung zur Akamai Intelligent Platform her. Die weltweite Zahl der eindeutigen IP-Adressen, die sich mit der Plattform verbanden, stieg damit im Vergleich zum Vorquartal wieder um 2 Millionen; im zweiten Quartal war erstmals in der Geschichte des "State-of-the-Internet"-Quartalsberichts ein Rückgang zu verzeichnen.

In punkto IPv6-Adoption kamen auch im dritten Quartal 2014 die meisten Anfragen von Festnetz- und Mobilfunkbetreibern. So kamen bei Verizon Wireless und Brutele über 50 Prozent aller Anfragen an die Akamai Intelligent Platform über IPv6.

Die Anzahl der eindeutigen IPv4-Adressen nahm zu.
Die Anzahl der eindeutigen IPv4-Adressen nahm zu. (Bild: Akamai)

Mobile Verbindungen: Schweden liegt an erster Stelle

Im State-of-the-Internet-Bericht für das dritte Quartal 2014 wurden von Akamai wieder 54 Länder beziehungsweise Regionen hinsichtlich ihrer Mobilfunknetze untersucht. Das Land mit der höchsten durchschnittlichen mobilen Verbindungsgeschwindigkeit weltweit ist weiterhin Südkorea mit einem erneuten Anstieg von 15,2 Mbit/s auf 18,2 Mbit/s. Weltweites Schlusslicht mit 0,9 Mbit/s ist der Iran. Spitzenreiter in Europa bleibt die Slowakei mit einem Wert von 10,9 Mbit/s.

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