Security-Tools – NetStumbler

Aktiver WLAN-Sniffer findet SSID und Funkkanal für jeden Access Point

07.05.2008 | Autor / Redakteur: Peter Riedlberger / Stephan Augsten

Netstumbler ist einer der mächtigsten aktiven WLAN-Sniffer.
Netstumbler ist einer der mächtigsten aktiven WLAN-Sniffer.

Bedienung von Netstumbler

Nach Installation und Start von NetStumbler zeigt das Programm umgehend alle entdeckten Schnurlos-Netzwerke an. Jeder Access Point erscheint als Zeile der Liste, und die einzelnen Spalten geben die Informationen zu dem zugehörigen WLAN an.

Unter „Channel“ findet sich der Kanal, auf dem das Gerät funkt. Wer NetStumbler nicht aus Sicherheitsgründen einsetzt, sondern mit dem Programm lediglich die Zuverlässigkeit des eigenen Netzwerks erhöhen will, erhält damit eine wichtige Information, welchen Kanal er selbst meiden sollte.

Beim Verschlüsselungsstatus „Encryption“ ist üblicherweise „WEP“ angegeben. Dies liegt daran, dass NetStumbler jede Art der Verschlüsselung (also auch WPA und WPA2) als „WEP“ anzeigt. Man darf davon ausgehen, dass heute die allermeisten Netzwerke faktisch eine stärkere Verschlüsselung als WEP verwenden, auch wenn NetStumbler etwas anderes suggerieren sollte.

Die „Vendor“-Spalte ist oft leer, und zwar auch dann, wenn NetStumbler den Hersteller doch bestimmen kann. Um dies manuell zu tun, klickt man mit der rechten Maustaste in die Zeile des Geräts und wählt den Eintrag „Look up …“. Ein Browserfenster öffnet sich und zeigt den Hersteller des Geräts.

Wählt man einen Eintrag in der linken Spalte aus, wird rechts die Signalstärke als Diagramm angezeigt. Dies kann dazu genutzt werden, um das eigene Netzwerk möglichst effizient einzurichten: Während man die Aufstellung der Geräte verändert, behält man einfach die Signalstärke-Anzeige von NetStumbler im Auge und findet so rasch den bestmöglichen Standort.

Fazit

Nach wie vor setzt NetStumbler den Standard bei den aktiven WLAN-Sniffern. Andererseits stammt die aktuelle Version 0.4.0 aus dem Jahr 2004 und wurde seitdem nicht mehr aktualisiert.

Dies liegt wohl weniger daran, dass NetStumbler perfekt wäre, sondern ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass sich Netzwerkadministratoren relativ einfach vor aktivem WLAN-Sniffing schützen können. Ernsthaftere Hacker werden daher eher auf passiv operierende Tools zurückgreifen.

Nach wie vor ist NetStumbler ein höchst nützliches Tool, um WLAN-Hardware möglichst effizient aufstellen und überhaupt um die Signalqualität zu messen. So lässt sich diese Fehlerursache sich beim Troubleshooting leicht bestimmen beziehungsweise ausschließen.

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