Wenige Malware-Familien, aber umso mehr Varianten

Android-Schädlinge knacken die Millionenmarke

| Redakteur: Stephan Augsten

Sprunghafter Anstieg: Die Zahl der Malware-Apps für Android liegt bei über einer Million.
Sprunghafter Anstieg: Die Zahl der Malware-Apps für Android liegt bei über einer Million. (Bild: Gunnar Assmy - Fotolia.com)

Die Million ist voll: Trend Micro zufolge haben bösartige Android-Apps kürzlich diese Marke geknackt. Über 60 Prozent der mobilen Schädlinge gehören den beiden Malware-Familien FakeInst und OpFake an. In ihrer Funktion als Trojaner tarnen sie sich meist als legitime Apps und buchen sich in Premium-SMS-Dienste ein.

Die Zahl der bösartigen Apps für mobile Android-Geräte liegt laut Trend Micro bei über einer Million. Drei Viertel davon führen schädlichen Code aus, die übrigen 25 Prozent werden als hochriskant eingestuft und blenden beispielsweise aggressive Werbung ein, die zu dubiosen Webseiten führt.

Gut ein Drittel der Malware-Apps gehört der Malware-Familie FakeInst an, weitere 30 Prozent macht die OpFake-Familie aus. Sie melden den Anwender ohne sein Wissen bei Premium-SMS-Services an, lesen Kontakte aus, löschen Daten und erlauben das Mitlesen von Nachrichten oder das Überwachen des Standorts.

Als besonders gefährlich stuft Trend Micro die Schädlinge FakeBank und FakeToken ein. Diese Malware-Familien versuchen direkt, Banktransaktionen von den mobilen Endgeräten aus vorzunehmen.

Sammelwütige Apps

In der Kategorie der hochriskanten Apps haben die Familien ArPush mit einem Anteil von 33 Prozent und LeadBolt (27 Prozent) die Nase vorn. Beide bekannt dafür, Daten zu den infizierten Geräten zu sammeln – angefangen beim Betriebssystem über die IMEI (Geräteidentifikationsnummer) bis hin zum jeweiligen Standort.

Die Zahl der Malware-Familien selbst bleibt überschaubar, erläutert Udo Schneider, Sicherheitsexperte und Pressesprecher bei Trend Micro. „Das heißt aber auch umgekehrt, dass die Cyberkriminellen noch nicht viel in die Entwicklung mobiler Schadsoftware investieren müssen.“ Jede Untervariante sehe ein bisschen anders aus und besitze somit das Potenzial, ein Opfer zu finden.

Mit der kostenlosen Version von Trend Micro Mobile Security for Android lassen sich schädliche Apps aufspüren und entfernen.

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