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Untersuchung von Symantec Android und iOS verstärkt im Visier von Hackern

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Nutzer mobiler Geräte leben, was die Bedrohungen durch Schadcode angeht, immer gefährlicher. Attacken auf Windows-Rechner dagegen versprechen den höchsten Profit.

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Spam und Viren werden wieder mehr.
Spam und Viren werden wieder mehr.
(Symantec)

Allen voran die Attacken auf Android-Geräte nehmen zu. Zu diesem Ergebnis kommt der Symantec Intelligence Report für den Monat Mai. Waren Angriffe auf Android 2011 noch eine Neuerscheinung, wurden bis Ende Mai 2012 dreimal so viele Attacken durchgeführt wie noch im Vorjahresmonat. Auch für iOS-basierte Systeme steigt demnach die Menge des Schadecodes an.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Windows-Rechner nicht nach wie vor beliebte Angriffsziele wären. Vielmehr, so Symantec, zielten die Cyberkriminellen bisher fast ausschließlich auf Windows-Rechner, weil Windows-Betriebssysteme weltweit am häufigsten eingesetzt werden und Angriffe die größte Reichweite und den höchsten Profit versprechen. Die zunehmende Fokussierung auf Mobile-Plattformen zeige vielmehr, dass „Hacker ihren Aktionsradius ausweiten“, erläutern die Studienautoren. Mobile Geräte geraten immer stärker ins Visier.

Thomas Hemker, CISSP, Principal Systems Engineer bei Symantec, ist davon überzeugt, dass es etliche Gründe für die Erweiterung des Angriffsradius gibt: „Zum einen hat sich die Sicherheit von Windows erheblich verbessert, die zu nehmende Hürde ist also höher geworden. Zum anderen steigt der Absatz von Apple-Produkten und Smartphones immens, so dass die Zahl der potenziellen Opfer konstant wächst. Darüber hinaus wollen Hacker mit wenig Aufwand viel erreichen. Dadurch sind gerade Browser-basierte Attacken attraktiv, da sie sich recht schnell auf andere Plattformen portieren lassen.“

Trojaner wie der „Opfake-Scam“ zeigten, wie wirksam Angriffe auf mobile Plattformen sein können. Opfake befällt Symbian, Windows Mobile, Android und iOS-Geräte. Aber nicht nur die mobilen Endgeräte von Apple, sondern auch Macintosh-Rechner sind immer öfter betroffen. So hat der Trojaner Flashback bereits 600.000 Macs infizieren können. Die Spam- und Virenrate in Deutschland ist der Untersuchung zufolge ebenfalls angestiegen. □

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