QGroup präsentiert Best of Hacks im Oktober 2013

Angriffe auf Antivirus-Anbieter und andere IT-Firmen

| Redakteur: Stephan Augsten

Der Oktober 2013 war maßgeblich von Attacken gegen IT-Hersteller geprägt.
Der Oktober 2013 war maßgeblich von Attacken gegen IT-Hersteller geprägt. (Bild: QGroup)

In der Hacking-Hitliste für Oktober 2013 dominieren Attacken gegen IT-Unternehmen. So infiltrierten Cyberkriminelle bekanntermaßen das Netzwerk von Adobe und entwendeten über 150 Millionen Kundendatensätze. Unter anderem wurden aber auch die Webseiten verschiedener Antivirus-Hersteller angegriffen.

Die Botnetz-Attacke auf Adobe könnte nicht nur den Software-Hersteller sondern auch dessen Kunden teuer zu stehen kommen. Allein schon der Umstand, dass die Angreifer Zugriff auf den Quellcode der Software-Produkte ColdFusion, Adobe Acrobat und Photoshop hatten, ist ein Fiasko. Immerhin könnten die Angreifer darin gezielt nach Schwachstellen suchen, um diese im Rahmen künftiger Attacken zu nutzen.

Für einen größeren Eklat hat derweil die Meldung gesorgt, dass die Zugangsdaten zu zahlreichen Adobe-Accounts entwendet wurden. Anfangs war noch von knapp 40 Millionen Kundenkonten die Rede gewesen, mittlerweile ist von gut 150 Millionen die Rede. Damit nicht genug, erbeuteten die Cyberkriminellen auch knapp drei Millionen Kreditkarten-Datensätze. Ein Jahr lang übernimmt Adobe die Kosten für das Monitoring von Kreditkartentransaktionen, wenn auch nur für US-Kunden.

Namhafte Antivirus-Hersteller, darunter AVG, Bitdefender und Eset, sahen sich ebenfalls Cyber-Attacken gegenüber. Die Hackergruppe HDMS-Team griff die Webseiten der Anbieter an, um diese zu entstellen (Defacement) und pro-palästinensische Inhalte darüber zu verbreiten. Eine weitere Defacement-Attacke ging von LulzSec Peru aus und traf die offizielle Webseite des Ministeriums für Frauen und gefährdete Bevölkerungsteile Peru.

Mehrere DDoS-Attacken richteten sich derweil gegen GitHub, einen Hosting-Dienst für meist quelloffene Software-Entwicklungsprojekte. Wahrlich kein Kinderspiel war der Hack von Grand Theft Auto 5 Online. Grand Theft Auto 5 Online wird gehackt. Mithilfe einer gecrackten PS3-Konsole und manipulierten Spieldateien erbeuteten die Hacker 900 Millionen virtuelle GTA-Dollar und verteilten diese an Mitspieler.

Finanzielle Auswirkungen hatte auch ein Vorfall in Südafrika: Cyber-Kriminelle spähten die Kreditkartendetails von Fast-Food-Restaurantkunden aus. Infolgedessen konnten die Betrüger unautorisierte Transaktionen vornehmen, Banken verloren im Rahmen des Angriffs Abermillionen südafrikanischer Rand.

Ergänzendes zum Thema
 
Erfolgreiche Hackerangriffe der vergangenen Jahre im Überblick

Informationen zu weiteren Attacken im Oktober 2013 finden sich in der Bildergalerie „Erfolgreiche Hackerangriffe“, die von der QGroup bereitgestellt wird. Wenn Sie die stilvollen „Todesanzeigen“ in gedruckter Form erhalten wollen, können Sie diese als kostenlose Broschüre bei der QGroup bestellen.

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