Suchen

Blacklist Monitor liefert kostenlose Spam-Filter-Statistiken Anti-Spam-Spezialist ermittelt Fehlerquote für E-Mail-Blacklistings

Redakteur: Stephan Augsten

Drittanbieter-Blacklists sind ein nützliches Mittel zur Spam-Abwehr und in Kombination besonders effektiv. Doch angesichts der variierenden Qualität der Daten müssen Security-Verantwortliche die Blacklists unterschiedlich gewichten. Aktuelle Statistiken zu den wichtigsten Listen bietet deshalb der neue Blacklist Monitor von Intra2net.

Firmen zum Thema

Der Blacklist Monitor informiert Security-Verantwortliche und Service Provider über die Qualität diverser Blacklists.
Der Blacklist Monitor informiert Security-Verantwortliche und Service Provider über die Qualität diverser Blacklists.
( Archiv: Vogel Business Media )

Antispam-Blacklisten sind aufgrund hoher Treffer- und niederiger Fehlerquoten ein nützliches Instrument der Spamabwehr. Viele Unternehmen und Service Provider setzen auf einen Mix mehrerer Listen, die beispielsweise auffällige IP-Adressen aufführen, den Inhalt nach Spam-Merkmalen untersuchen und nach verlinkten URLs filtern.

Um Spam auf Grundlage von Blacklisten zu bekämpfen, muss der Security-Verantwortliche jedoch immer auf dem neuesten Stand sein, um die Listen richtig zu gewichten: „Blacklisten können sehr effizient und nachhaltig Spam filtern, vorausgesetzt ein Mailserver-Verantwortlicher verfügt über exakte Informationen zu Treffer- und Fehlerquoten der einzelnen Listen“, erläutert Björn Sikora, Antispam-Spezialist bei Intra2net.

In Zusammenarbeit mit der Informatik-Fakultät der Hochschule Furtwangen hat Intra2net deshalb eine Methode entwickelt, die Leistungsfähigkeit einzelner Antispam-Blacklisten unter realen Bedingungen zu erfassen. Der wöchentlich aktualisierte Blacklist Monitor liefert Statistiken zur Treffer- und Fehlerquote von mehr als 40 Blacklisten.

Die Daten stammen dabei aus realem Mailverkehr und werden durch eine interaktive Benutzer-Klassifizierung gewonnen. Ihre dynamische Aktualisierung ist ein wichtiges Merkmal, schließlich können die Qualität einzelner Blacklisten und insbesondere ihre Fehlerquote jederzeit variieren. „Unser halbjähriger Testlauf mit rund 1,5 Millionen E-Mails zeigt, dass eine längerfristige Erkennungsquote von bis zu 99,8% ganz ohne Verluste realisierbar ist“, sagt Sikora.

Speziell für das Open-Source-Tool SpamAssassin stellt Intra2net eine beispielhafte Konfiguration zur Verfügung, eine Einbindung ist laut Hersteller aber auch problemlos in Postfix oder Exchange Server möglich. Der kostenlose Blacklist Monitor von Intra2net soll vor allem Mail-Administratoren und Internet Service Provider im Kampf gegen Spam unterstützen.

(ID:2040174)