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Datenverlust-Studie von InfoWatch Anwender-Fehler und Leichtsinn bedrohen Datensicherheit

| Redakteur: Stephan Augsten

Datenverluste geschehen oft unabsichtlich, wie der Security-Hersteller InfoWatch im Rahmen einer Analyse herausgefunden hat. Abhilfe könne beispielsweise die gesetzlich vorgeschriebene Verschlüsselung schaffen. Allerdings ging in der Realität gar ein Viertel der Datenverluste 2010 auf die Kappe von Behörden und staatlichen Bildungseinrichtungen.

Daten können in jeder erdenklichen Form verloren gehen – oft sind die eigenen Mitarbeiter Schuld.
Daten können in jeder erdenklichen Form verloren gehen – oft sind die eigenen Mitarbeiter Schuld.
( Archiv: Vogel Business Media )

In einer Datenbank halten die Security-Experten von InfoWatch seit 2004 alle gemeldeten Datenverluste fest. Im aktuellen Bericht hat das Unternehmen allein im ersten Halbjahr dieses Jahres 382 Vorfälle von Datenverlust oder Datenmissbrauch dokumentiert.

213 dieser Fälle sind dabei unabsichtlich geschehen, beispielsweise durch den Verlust von unverschlüsselten tragbaren Speichermedien. Weitere Gründe sind die unsachgemäße Entsorgung von Print-Dokumenten über das Altpapier sowie Bedienfehler, beispielweise wenn Daten in ein falsches Verzeichnis kopiert oder an falsche E-Mail-Verteiler gesendet werden.

Alles in allem gingen täglich etwa 3 Millionen Personaldatensätze verloren, schätzt das Unternehmen. Natalya Kaspersky, CEO von InfoWatch, hält viele der unbeabsichtigten Datenverluste für vermeidbar: „Man muss kein Experte sein, um zu sehen, dass eine Vorschrift, sensible Daten zu verschlüsseln, schon viel erreichen würde.“

Darüber hinaus könne eine DLP-Lösung, die Bedienfehler verhindert, den Schutz von personellen Daten wesentlich verbessern. Unternehmen verzichten allerdings auf technische Lösungen solange die Software-Investitionen teurer kommen, als der zu erwartende finanzielle Schaden. „An dieser Stelle wäre nun eigentlich der Gesetzgeber gefordert“, bemängelt Natalya Kaspersky.

Bislang lassen die Vorkehrungen des Gesetzgebers zum Schutz von Daten allerdings ebenfalls zu wünschen übrig: 2010 wurden 16 Prozent aller Datenverluste von Regierungsbehörden gemeldet. Nimmt man staatliche Bildungseinrichtungen hinzu, so werde sogar jeder vierte Vorfall von einer öffentlichen Stelle verursacht.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wo und wie sensible Informationen verloren gehen, der findet die Ergebnisse der InfoWatch-Studie zu Datenverlusten auf der Hersteller-Website.

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