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Studie von Absolute Software zum Mobile Device Management App-Wildwuchs in deutschen Unternehmen

| Redakteur: Stephan Augsten

Was der Smartphone-Anwender mag, ist dem Arbeitgeber mitunter ein Dorn im Auge: Cloud-Speicherdienste wie Dropbox bergen ein Sicherheitsrisiko, populäre Spiele wie Angry Birds gehen zu Lasten der Produktivität. Eine Studie von Absolute Software befasst sich mit dem App-Wildwuchs in Unternehmen.

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Verursacht Ärger: Angry Birds ist eine der unbeliebtesten Apps bei Administratoren.
Verursacht Ärger: Angry Birds ist eine der unbeliebtesten Apps bei Administratoren.
(Bild: Archiv)

Diverse geschäftsrelevante Anwendungen für Smartphones und Tablets erleichtern den Arbeitsalltag. Doch nicht jede davon findet den Segen der IT-Abteilung. 35 Prozent der befragten deutschen Firmen nutzen eine Blacklist, um die Nutzung bestimmter Applikationen auszuschließen. Sie fürchten Sicherheitslücken (84 Prozent) oder einen Abfall der Produktivität (34 Prozent).

Zu diesem Ergebnis kommt eine Vanson-Bourne-Studie im Auftrag von Absolute Software, die sich mit Mobile Device Management beschäftigt und einen App-Wildwuchs konstatiert. Während über die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Unternehmen darauf verzichtet, die installierten Apps zu prüfen, pflegen immerhin 35 Prozent der befragten Firmen hierzulande eine Blacklist.

Länderübergreifend steht beispielsweise der Speicher- und File-Sharing-Dienst Dropbox auf der Blacklist von IT-Abteilungen, wie Absolute Software herausgefunden hat. 54 Prozent der deutschen Unternehmen verbieten dessen Nutzung, in Großbritannien sind es gar drei Viertel und in Frankreich noch gut die Hälfte der Arbeitgeber.

Angry Birds verärgert Admins

Installierte Spiele bereiten den IT-Administratoren ebenfalls keine Freude. Die weit verbreitete App Angry Birds steht in Deutschland ganz oben auf der Verbotsliste: Zwei Drittel der Firmen untersagen die Nutzung der App. In Großbritannien sind es ebenfalls 66 Prozent, in Frankreich 51 Prozent.

Auch Social-Media-Kanäle wecken den Unmut der IT-Verantwortlichen. 57 Prozent der befragten deutschen Firmen verweisen Facebook auf die Blacklist, in Großbritannien sind es 70 Prozent, in Frankreich sogar 75 Prozent. Im Gegensatz zu Deutschland findet sich in Frankreich und Großbritannien auch Twitter unter den fünf meistgehassten Apps. 54 Prozent der französischen und 61 Prozent der britischen IT-Verantwortlichen setzen den Nachrichtendienst auf die schwarze Liste.

Während 66 Prozent der französischen und 54 Prozent der britischen Unternehmen eigene Apps entwickeln, hinkt Deutschland hinterher: Ein Drittel (37 Prozent) der hiesigen befragten Unternehmen programmiert In-House Apps. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Anwendungen für die interne Kommunikation (71 Prozent) und den E-Mail-Verkehr (56 Prozent). Sie richten sich damit besonders an Geräte mit dem Betriebssystem Android (63 Prozent) und Apple iOS (53 Prozent).

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