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Kaspersky Lab veröffentlicht Malware-Report Q3/2014 Auf Online-Banking spezialisierte Malware legt zu

| Redakteur: Stephan Augsten

Sowohl auf mobilen Geräten als auch im Computer-Umfeld sind Banking-Trojaner und ähnliche Malware momentan besonders beliebt. Dies geht aus dem aktuellen Malware-Report von Kaspersky Lab hervor. Insgesamt wehrte der Antivirus-Spezialist im dritten Quartal 2014 weltweit 1,3 Milliarden Cyber-Attacken ab.

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Auf Homebanking ausgerichtete Spionagetools waren im dritten Quartal 2014 besonders aktiv.
Auf Homebanking ausgerichtete Spionagetools waren im dritten Quartal 2014 besonders aktiv.
(Bild: Archiv)

Zwischen Juli und September 2014 wurden 28,3 Prozent der deutschen Kunden des Kaspersky Security Networks (KSN) mindestens einmal beim Websurfen angegriffen. Auf globaler Ebene summierten sich die Angriffe, die Kaspersky abwehren musste, im gleichen Zeitraum auf 1,325 Milliarden.

Im Vergleich der Länder, die am häufigsten von Internet-basierten Attacken getroffen werden, belegt Deutschland den zwanzigsten Platz. Dafür zielt finanziell motivierte Malware recht häufig auf deutsche Kaspersky-Nutzer ab. Nur brasilianische und russische Anwender waren häufiger von derartigen Angriffen betroffen.

Österreich liegt bei Angriffen von finanzspezifischer Malware auf dem siebten Platz. Insgesamt identifizierte Kaspersky Lab von Juli bis September fast zweieinhalb Millionen Software-Aktivitäten, die auf den Diebstahl von Finanzmitteln über den Zugriff auf Online-Bankkonten spezialisiert waren.

Auch im Bereich der Mobilgeräte ist Online-Banking-Malware auf dem Vormarsch: Unter den insgesamt 74.500 neuen mobile Schädlingen, die Kaspersky Lab im dritten Quartal 2014 registrierte, finden sich immerhin 7.000 Banktrojaner.

Erfreulich ist aus deutscher Sicht, dass im dritten Quartal weniger Malware über hiesige Server verbreitet wurde. Mit „nur noch“ 13,48 Prozent (22,43 Prozent im Vorquartal) fiel die Bundesrepublik in dieser Kategorie auf den dritten Platz, hinter die USA (33,12 Prozent) und die Niederlande (17,74 Prozent) zurück.

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