TU Darmstadt und IBM bauen Security-by-Design-Labor auf

Ausbildung neuer IT-Sicherheitsexperten

| Redakteur: Stephan Augsten

IBM treibt die Ausbildung von IT-Security-Spezialisten mit eigenen Mitteln voran.
IBM treibt die Ausbildung von IT-Security-Spezialisten mit eigenen Mitteln voran. (Bild: Archiv)

Das Thema IT-Sicherheit steht mittlerweile zwar auf den Lehrplänen etlicher Universitäten, angesichts des Fachkräftebedarfs ist aber noch immer Luft nach oben. IBM will deshalb das „Cyber Security Innovation Program“ und die „IBM Academic Initiative“ weiter vorantreiben. Jüngst wurden neun Hochschulen in das weltweite Partnerschaftsnetz aufgenommen.

So wie der Grad der elektronischen Datenverarbeitung zunimmt, steigt auch der Bedarf an Mitarbeitern mit Erfahrung im Bereich der IT-Sicherheit. Das US Bureau of Labor Statistics geht von einem Wachstum von 22 Prozent bis zum Jahr 2020 aus. Sowohl in der Industrie als auch in der Verwaltung droht ein Fachkräftemangel.

Mehr als die Hälfte der Befragten in einer aktuellen Umfrage von Frost & Sullivan gab an, dass sie zu wenig Experten im Bereich Informationssicherheit als Mitarbeiter hätten. Ein Bericht der britischen Regierung sagte, dass es bis zu 20 Jahre dauern könnte, um die aktuellen Defizite bei der IT-Sicherheitsqualifikation aufzuholen.

Zwar hat die Zahl der Ausbildungsprogramme in den vergangenen zehn Jahren weltweit spürbar zugenommen, nach Ansicht von IBM besteht aber immer noch Nachholbedarf. Im Rahmen der IBM Academic Initiative unterstützt das Unternehmen die Einführung neuer Lehrpläne und Programme, die sich auf IT-Sicherheit beziehen.

Darüber hinaus hat IBM das Cyber Security Innovation Program ins Leben gerufen. Es soll die Zusammenarbeit mit Lehrkräften rund um den Globus verstärken, um Studenten IT-Sicherheitskenntnisse zu vermitteln. Im Rahmen des Cyber Security Innovation Program bietet IBM:

  • Technologie & Werkzeuge: IBM gewährt unter anderem Zugriff auf das eigene Software-Portfolio durch die IBM Academic Initiative. Für den Einsatz in Forschungslaboren wurden Netzwerk-Scanner gespendet, um Sicherheitseinbrüche überwachen zu können.
  • Kursmaterialien: Hierzu zählen die Online-Seiten der IBM Academic Initiative, Beispiele vorhandener Universitätslehrgänge und Curricula im Bereich Sicherheit und IT-Services, Publikationen und Trend-Reports sowie Fallstudien und aktuelle Aufgabenstellungen.
  • Fakultätspreise: Diese können an Fakultäten für Vorschläge vergeben werden, wie IBM Technologien sinnvoll in Lehrpläne aufgenommen werden können und erarbeitetes Wissen mit anderen Universitäten weltweit geteilt werden könnte.

Neun Universitäten wurden neu ins Partnernetzwerk aufgenommen, darunter auch die TU Darmstadt. Im ersten Schritt wird die Technische Universität gemeinsam mit IBM ein neues „Security by Design Lab“ mit aufbauen, das Studenten in Fragen der Sicherheit im Bereich der Ingenieurswissenschaften unterrichten wird.

Ziel ist es, den Studierenden praktische Erfahrungen zum typischen Security-Design und den Problemen der Integration von Web-Anwendungen zu vermitteln. Das neue Labor soll unter der Leitung von Michael Waidner, Professor an der TU Darmstadt und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT), die Lücke zwischen Forschung und Ausbildung im Gebiet Security-by-Design verringern.

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